Samstag, 28. Oktober 2023
la reine Catherine
Mittwoch, 13. September 2023
The Art of Staying Young and Unhurt
Ich habe bei ebay das letzte Exemplar von The Art of Staying Young and Unhurt gekauft und es der Frau geschickt, die heute Geburtstag hat. Die kennen Sie, die taucht immer wieder in meinem Blog auf. Zuletzt in dem Post Literaturstadt Bremen. Sie hatte mit Happy Birthday hier schon mal einen Geburtstagspost; und in Jacqueline Bisset, wird sie erwähnt, weil sie am selben Tag Geburtstag hat wie Jacqueline. Auf die Geburtstagskarte habe ich geschrieben: Nimm den Titel der CD mal als guten Vorsatz: stay young and unhurt.
Sonntag, 23. Juli 2023
Irina Liebmann
"Bei denen ist es natürlich noch schlechter".
Es hatte so zu sein, daß es ihnen schlechter ging als uns, daran hatten wir uns gewöhnt. Wir haben nie wirklich nach ihnen gefragt.
Wir blickten nach Westen, und jetzt?
Was Westen war, hat seine Leuchtkraft verloren.
Aber angenehm ist es im Westen noch. Ich sitze in einer großen Wohnung, seit acht Wochen ist Winter mit Schnee und Eis wie niemals zuvor, aber die Läden sind voll, die Heizung warm, nur die Zahlen auf meinem Bankkonto muß ich im Auge behalten, diese Zahlen sind der Kilometerzähler meines Lebens geworden, und nicht meines alleine, denn schon sitzen alle Regierungen Tag und Nacht zusammen und reden über nichts anderes als die Zahlen auf ihren eigenen Kilometerzählern, wir können abstürzen, rufen sie, abstürzen, ins Meer fallen, in ein Meer der wertlosen Scheine, die kein Konto wahrnehmen wird, keinen Meter wird es mehr anzeigen als zuvor, keine Zahl dafür in die Höhe treiben, wir fallen, wir fallen – und die da, die Russen? Die sehen zu.
Sollen wir zu ihnen blicken? In ihre Richtung?
Was ist denn dort? Was?
Und was waren das für Jahre, die letzten zwanzig? Was war das für ein Glanz, dem wir nachliefen? War es überhaupt Licht?
Donnerstag, 20. Juli 2023
Jane Birkin ✝
Freitag, 16. Juni 2023
Glenda Jackson ✝
Dienstag, 13. Juni 2023
A beleza que não é só minha
Olha que coisa mais linda, mais cheia de graça
É ela, menina, que vem e que passa
Moça do corpo dourado, do Sol de Ipanema
O seu balançado é mais que um poema
É a coisa mais linda que eu já vi passar
Ah, por que estou tão sozinho?
Ah, por que tudo é tão triste?
Ah, a beleza que existe
A beleza que não é só minha
Que também passa sozinha
Ah, se ela soubesse que quando ela passa
Por causa do amor
Por causa do amor
Der brasilianische Dichter Vinícius de Moraes hat dies schöne Gedicht geschrieben, ein Gedicht von der Anmut und Schönheit einer jungen schlanken Frau, die am Strand entlanggeht. Die Männer schauen ihr nach, und sie wissen, dass sie niemals im Leben eine solch schöne Frau bekommen werden: A beleza que não é só minha. Wenn die Frau nur wüsste, dass wenn sie vorbeigeht, die ganze Welt mit Anmut erfüllt wird. Und schöner wird, durch die Liebe. Antônio Carlos Jobim hat das Gedicht vertont, und er hat es João Gilberto gegeben, damit der das Lied singt. Der arbeitete gerade mit Stan Getz zusammen, und Getz sagte so etwas wie: Eigentlich könnte Deine Frau mitmachen, sie könnte den Refrain singen. Auf englisch. Die Frau von João Gilberto konnte englisch, ihr Vater, der deutsche Einwanderer Fritz Weinert, hatte ihr das beigebracht.
Dienstag, 18. April 2023
Dido
Ich bin auf seltsamem Weg zu diesem Gemälde des schottischen Malers David Martin gekommen, Ich schaute in den Tageskalender der Wikipedia und fand, dass es der Todestag von Erasmus Darwin war. Der Vater von Charles Darwin hat hier allerdings schon den Post Erasmus Darwin. Ich schaute trotzdem in seine Dichtungen hinein. Fand etwas über die Sklaverei, ein Thema, zu dem es in diesem Blog eine Vielzahl von Posts gibt. Ich liste die unten mal auf.
Ich fragte mich: wann haben die Engländer die abgeschafft? Gut, die Antwort ist 1833, aber da gibt es vorher im Jahre 1772 ein interessantes Urteil in dem Prozess Somerset v Stewart; da spricht William Murray, der erste Earl of Mansfield, einen schwarzen Sklaven frei, den sein Besitzer nach Jamaica bringen will, um ihn dort zu verkaufen: The state of slavery is of such a nature that it is incapable of being introduced on any reasons, moral or political, but only by positive law, which preserves its force long after the reasons, occasions, and time itself from whence it was created, is erased from memory. It is so odious, that nothing can be suffered to support it, but positive law. Whatever inconveniences, therefore, may follow from the decision, I cannot say this case is allowed or approved by the law of England; and therefore the black must be discharged. Sie können hier alles zu dem denkwürdigen →Prozess lesen. Das Urteil wird etwas bewirken, wenige Jahre später beginnt in England eine Bewegung gegen die Sklaverei. Der englische Dichter William Cowper schreibt 1785 in seinem langen Gedicht The Task:
We have no slaves at home.—Then why abroad?
And they themselves once ferried o'er the wave
That parts us, are emancipate and loos'd.
Slaves cannot breathe in England; if their lungs
Receive our air, that moment they are free,
They touch our country and their shackles fall.
That's noble, and bespeaks a nation proud
And jealous of the blessing. Spread it then,
And let it circulate through ev'ry vein
Of all your empire. That where Britain's power
Is felt, mankind may feel her mercy too
Als ich auf die Wikipedia Seite von Lord Mansfield ging, des berühmtesten englischen Juristen des 18. Jahrhunderts, fand ich das Bild der beiden jungen Frauen. Eine weiße Adlige mit ihrer schwarzen Dienerin könnte man denken, aber weit gefehlt. Man wusste bis in die 1990er Jahre nicht, wer die hübsche Farbige war. Das Bild im Scone Palace der Murrays zeigte Lady Elizabeth Murray, das wusste man. Wer die junge Farbige war, wusste man nicht. Man weiß das inzwischen. Es ist Dido Elizabeth Belle, die Tochter Sir John Lindsays, der in Pensacola eine farbige Sklavin geheiratet hatte. Er ist Kapitän der Royal Navy (er wird noch Admiral werden) und ständig auf See, da kann er sich nicht um die Erziehung der Tochter kümmern.
Er übergibt die kleine Dido Elizabeth seinem Onkel, der, wie es der Zufall will, niemand anderer als Lord Manfield ist. Dort wächst sie auf, zusammen mit Mansfields Nichte Elizabeth Murray. Die beiden jungen Frauen auf dem Bild sind also Cousinen. Und Dido Elizabeth Belle ist die erste farbige Adlige Englands. Thomas Hutchinson, der unbeliebtste englische Gouverneur in Amerika, besucht Lord Mansfield in Kenwood im Jahre 1779 und schreibt darüber: A Black came in after dinner and sat with the ladies and after coffee, walked with the company in the gardens, one of the young ladies having her arm within the other. She had a very high cap and her wool was much frizzled in her neck, but not enough to answer the large curls now in fashion. She is neither handsome nor genteel — pert enough. I knew her history before, but My Lord mentioned it again. Sir John Lindsay having taken her mother prisoner in a Spanish vessel, brought her to England where she was delivered of this girl, of which she was then with child, and which was taken care of by Lord Mansfield, and has been educated by his family. He calls her Dido, which I suppose is all the name she has. He knows he has been reproached for showing fondness for her —I dare say not criminal. Für einen Mann wie Hutchinson, über den Lord North sagte, er sei Schuld am Ausbruch des Unabhängigkeitskrieges, ist das, was auf Kenwood Alttag geworden ist, degoutant. Es ist viel Gift in diesen Sätzen, Hutchinson macht seinem Ruf, der bestgehasste Mann von Massachussetts zu sein, alle Ehre. Der König wird dem ehemaligen Gouverneur keinen Adelstitel verleihen.as from the Latin anime.
Breath or soul.
Beside her, the generations-free kin,
a biscuit figurine in pink.
Dido standing in irony—
the lowest are taller here—
Elizabeth should provide
an unkind contrast: pretty, blond,
pale in uncovered places—
but no.
The painter worships the quickened other.
Dido, his coquette of deep-dish dimples,
his careless, bright love.
Forget history.
She's a teenager.
We know what that means.
Cocky, stupid about reality.
No thought of babies—
feathers in her arms.
She might wave them, clearing
dead mothers from the air—
and surely, she's special—
her uncle dressed her with care,
hid her from triangles and seas
outside this walled garden.
Let her be.
Please.
No Dying Mythical Queen
weaving a vivid, troubled skin—
but Dido, full of girlhood,
and Elizabeth reaching
a hand. Behave, cousin,
she begs.
Don't run away from me.
Auf der hervorragenden Seite der →Fashion History können Sie alles über das Gemälde von David Martin (und über die Damenmode des ausgehenden 18. Jahrhunderts) lesen.










































