Dienstag, 10. Februar 2026

Paula Becker-Modersohn

 

Heute vor einhundertfünfzig Jahren wurde die Malerin →Paula Becker-Modersohn in Dresden geboren. Als sie zwölf Jahre alt war, zogen ihre Eltern nach Bremen. Sie wohnten zuerst im vornehmen Schwachhausen, dann noch vornehmer im Haus von →Aline von Kapff. Die hat hier schon als Tante Aline einen Post, Paula Becker-Modersohn hat noch keinen Post. Sie wird aber in einem Dutzend Posts erwähnt. Die Maler von Worpswede tauchen in diesem Blog immer wieder auf, diese Posts werden auch viel gelesen, der Post über Heinrich Vogeler hat über dreizehntausend Leser.

Erwarten Sie von mir heute bitte nichts zu Paula, ich habe kein Verhältnis zu ihrer Malerei. Wirklich nicht. In dem Post die Königin Caroline Mathilde habe ich geschrieben: Dass ich in Rotenburg (Hannover) geboren werde, verdanke ich den Fliegerangriffen auf Bremen, man hatte Teile des Bremer Krankenhauses ausgelagert. Ich bin ein Sonntagskind, das wird man mir immer wieder erzählen. Kurz nachdem ich geboren werde, stirbt in demselben Krankenhaus der Maler Otto Modersohn, der Ehemann von Paula Becker-Modersohn, einer Nationalheiligen in Bremen. Modersohn war auch der Onkel von Cato Bontjes van Beek. Wäre ich in Bremen geboren, wie später mein Bruder, wäre ich ein echter Bremer geworden. Die sind da in Bremen ja eigen, wer ein echter Bremer, ein Tagenbaren, ist. An diesem Mythos Bremen arbeiten viele, und auch ich kann nicht leugnen, ihm zeitweise erlegen zu sein. Ich schreibe immer noch an meinen Bremensien, die in meinem Kopf als Roman mit dem Titel Anti-Bremen begannen. Obgleich ich eher wie Fitzgeralds Held Jay Gatsby meine eigene Geschichte und mein eigenes Konzept meines Lebens erfinde.

Dass die Bremer die Paula wie eine Nationalheilige verehren, war nicht immer so. 1899 schreibt der damalige Bremer Kunstpapst Arthur FitgerUnsere heutigen Notizen müssen wir leider beginnen mit dem Ausdruck tiefen Bedauerns darüber, daß es so unqualifiercirbaren Leistungen wie den sogenannten Studien von Maria Bock und Paula Becker gelungen ist, den Weg in die Ausstellungsräume unserer Kunsthalle zu finden, ja daß man ihnen ein ganzes Cabinet eingeräumt hat.... daß so etwas hat möglich sein können, ist sehr zu beklagen. Für die Arbeiten der beiden genannten Damen reicht der Wörterschatz einer reinlichen Sprache nicht aus, und bei einer unreinlichen wollen wir keine Anleihe machen... so ist auch uns in diesem Augenblick der Gedanke an unsere Kunsthalle so widerwärtig geworden, daß wir den lebhaften Wunsch nicht mehr unterdrücken können, möglichst bald sie uns aus dem Sinn zu schlagen und uns Erfreulicherem zuzuwenden. Dass die Bremer auf den grottenolmschlechten Maler und Literaten Fitger hören, ist ein Zeichen ihres schlechten Geschmacks, den der Kunsthallendirektor Gustav Pauli und Mitglieder der Goldenen Wolke bekämpfen wollen. Aber es ist leider so, die junge Malerin verkauft zu Lebzeiten nur eine Handvoll Bilder. Ich finde diese Sandkuhle am Weyerberg von 1899 gar nicht so schlecht, obgleich mir der sandige Kreuzberg von Otto Piltz besser gefällt.

Zu ihrem sechsten Hochzeitstag malt sie sich als Schwangere, aber sie ist noch gar nicht schwanger. Das Bild von 1906 gilt als der erste Selbstakt einer Malerin. Sie malt immer wieder Akte, ihr Mann notiert dazu in seinem Tagebuch: malt lebensgroße Akte und das kann sie nicht, ebenso lebensgroße Köpfe kann sie nicht. Wenn man ihre Aktbilder mit den Bildern vergleicht, die sich hier in dem Post Aktmalerei finden, dann wird man dem Urteil ihres Mannes zustimmen müssen. Sie hat auch immer wieder Selbstbildnisse gemalt, von denen das im zweiten Absatz aus dem Jahre 1897 meiner Meinung nach das schönste und lebendigste ist. Es war vor sechs Jahre zum ersten Mal in einer Ausstellung in Bremen zu sehen. Das Bild Selbstbildnis nach halblinks im siebten Absatz ist das teuerste Bild von ihr, das je auf einer Auktion verkauft wurde, es hat mehr als eine Million Euro gebracht.

Ein Jahr nach dem Akt zum Hochzeitstag wird sie wirklich schwanger. Sie stirbt kurz nach der Geburt ihrer Tochter Mathilde (Tille) mit einunddreißig Jahren. Ihre Tochter wird einundneunzig Jahre alt werden. Ihr Vater hat ihr erst, als sie achtzehn war, erzählt, wer ihre Mutter war. In der Bremer Straßenbahn, damit sie vom Verkehr abgelenkt war und nicht so weinte. Mathilde Modersohn hat im hohen Alter mit ihrer Halbschwester noch eine Stiftung für die Gemälde ihrer Eltern gegründet. 

Es gibt in Bremen in der Böttcherstraße ein Paula Modersohn-Becker Museum, das dauerhaft Werke von Paula zeigt. Der Bremer Millionär Ludwig Roselius, der sein Geld mit dem entkoffeinierten Kaffee HAG gemacht hatte, hat sich dieses Haus von dem Architekten Bernhard Hoetger (der auch den Niedersachsenstein auf dem Weyerberg entwarf) bauen lassen. 

Paula war für die Freundschaft mit Hoetger (den sie in Paris kennengelernt hatte) und die Unterstützung, die sie von ihm bekam, sehr dankbar: Sie haben mir Wunderbarstes gegeben. Sie haben mich selber mir gegeben. Ich habe Mut bekommen. Mein Mut stand immer hinter verrammelten Toren und wußte nicht aus noch ein. Sie haben die Tore geöffnet. Sie sind mir ein großer Geber. Ich fange jetzt auch an zu glauben, daß etwas aus mir wird. Und wenn ich das bedenke, dann kommen mir die Tränen der Seligkeit … Sie haben mir so wohl getan. Ich war ein bißchen einsam.

Hoetger wird nach ihrem Tod die Plastik Mutter und Kind für Paulas Grabmal auf dem Worpsweder Friedhof schaffen. Das Grabmal ist frei zugänglich, ist aber in keinem schönen Zustand. Das ist ähnlich wie beim Berliner Kleist Denkmal, wo auf der Rückseite die Zeile aus Prinz von Homburg steht: Nun, o Unsterblichkeit, bist du ganz mein steht. 1927 wurde Hoetgers expressionistisches Bauwerk als Paula Becker-Modersohn Haus eröffnet. Die Reihenfolge der Nachnamen hatte Roselius so festgelegt. Ich benutze den Namen seit kleinauf auch immer so. Die ganze Böttcherstraße mit der eigentümlichen Architektur war ja ein →Roselius-Hoetger Gesamtkunstwerk, das den →Nazis wenig gefiel. Trotz des →Lichtbringers im Eingang. Als von den Nazis die Bilder von Paula Becker-Modersohn aus den Kunsthallen als entartete Kunst entfernt werden, kann Roselius sein Museum aber bewahren. Irgendwie konnte man die Worpsweder, von denen auch viele den Nationalsozialimus befürworteten, ja auch als völkische Kunst verstehen.

1979 verkaufte der Sohn von Ludwig Roselius Kaffee Hag und die Böttcherstraße an das amerikanische Unternehmen Kraft Foods, kaufte aber Teile der Straße zurück. Das Paula Becker Modersohn Haus ist jetzt im Besitz der Stadt Bremen. Das Haus Atlantis leider nicht. Mein Freund Peter hatte als Landeskonservator einen langen Kampf gegen einen schwedischen Hotelkonzern, der sich von hinten in die Böttcherstraße hineinfrass. Die Fassade und der Himmelssaal sind aber erhalten. Im Haus waren auch die Kammerspiele, wo ich bei der Aufführung von Wer hat Angst vor Virginia Woolf hinter  dem Kultursenator Dehnkamp und seiner Frau saß. Und als in der Pause das Licht anging, sagte Frau Dehnkamp zu ihrem Mann: Ischa bis jetzt noch nich viel Sinn in. Gefällt mir immer noch der Satz. Und es gab da auch ein Kino, wo ich mit meiner Freundin Traute vergeblich an der Kasse für Bergmans Film Das Schweigen anstand. Meine Böttcherstraßen Erinnerungen haben selten etwas mit Paula Becker-Modersohn zu tun. Die Straße kommt x-mal in meinem Blog vor, aber nur, weil der Herrenausstatter Hans Kalich da seinen Laden hatte.

Das Leben von Paula Becker-Modersohn ist gut erforscht, und dankenswerterweise hat sie einen guten Wikipedia Artikel. Seit der Bremer Kunsthallendirektor Gustav Pauli 1919 ein kleines Buch mit einem Werkskatalog veröffentlichte, hat es eine Flut von einem Dutzend Biographien gegeben. Auch der Briefwechsel ist veröffentlicht. Und es gibt viele Kataloge von Ausstellungen, dies Bild zeigt den Dresdner Katalog aus dem Jahe 2003, den mir die Astrid geschenkt hat, die bei den Staatlichen Sammlungen arbeitet. Ich bekomme immer Paula Becker-Modersohn Bücher geschenkt. Die stelle ich in das Regal zu den Worpsweder Malern. Wenn ich über meinen Computerbildschirm auf die Bücherwand vor mir gucke, stehen da anderthalb Regalmeter Worpswede. Nicht alles habe ich gelesen, manches steht da nur, weil es schön aussieht. Ich habe keine Leseliste und keine Buchempfehlungen für Sie, aber ich habe auch noch bewegte Bilder. Nämlich den Film Paula Modersohn-Becker - Geschichte einer Malerin, den Wilfried Hauke 2007 für Radio Bremen gedreht hat.

Werden Malerinnen glücklich, wenn sie einen Maler heiraten? Ist sie glücklich, weil sie häufig getrennt sind, weil sie lieber in Paris als in der torfigen Tristesse von Worpswede ist? Ihr Mann schreibt ihr Liebesbriefe: Nun bitte ich Dich ... schreib mir mal einen wirklichen, rechten, echten Liebesbrief, hörst Du, Paula, ich sehne mich danach. Immer malen das hält man auch nicht aus. Und nun laß Dich umarmen Du liebstes Wesen und Dich mit heißen Küssen bedecken von Deinem Manne. Aber als sie den Akt von 1906 malt, da will sie sich schon scheiden lassen.

Otto Modersohn malt seine Frau, wie sie im Garten malt. Ein nettes Bild. Aber ist das große Kunst? Wenn man das Bild mit den Bildern vergleicht, die Peder Severin Krøyer von seiner Frau Marie gemalt hat, dann kommt einem dies hier schon arg provinziell vor. Auch die Ehe der Krøyers ist nicht glücklich, Paula und Marie haben beide einen viel älteren, und als Maler viel berühmteren, Mann. Marie trennt sich schnell von Krøyer, und geht ihren eigenen Weg. Paula zieht die Metropole Paris dem Moordorf Worpswede vor. Viermal von 1900 bis zu ihrem Tod wird sie dort sein, vielleicht waren das auch immer kleine Fluchten.

Dieses Bild von Heinrich Vogeler, das jetzt meist Sommerabend auf dem Barkenhoff genannt wird (wahrscheinlich möchte man mit dem Titel die Bilder der blauen Stunde der Skagen Maler assoziieren), ist eins-siebzig mal drei Meter groß. Es ist das bekannteste Bild Vogelers, eine Art Mittsommernacht in Worpswede, ein idyllisches Zusammensein junger Künstler. Die Figuren sind beinahe lebensgroß, und wenn der große Hund nicht wäre, könnte man die Stufen der Treppe hinaufgehen und sich zu den Personen setzen. Paula im weißen Kleid sitzt ganz links. 1901 hatten Vogeler, Modersohn und Rilke geheiratet, da war die Welt, die sie so schwärmerisch erneuern wollten, noch heil. Jetzt sind sie alle miteinander zerstritten, den Rilke, der auch mal auf dem Bild war, hat Vogeler übermalt. Das Bild zeigt auch die Grenzen von Vogeler als Maler. So akzeptabel er in seinen Buchillustrationen und in der Gestaltung der Güldenkammer des Bremer Rathauses ist, malerisch toll ist das Ganze nicht. Die Figuren wirken letztlich wie tot, weil alles nur plakativ zweidimensional ist. Man vergleiche es nur einmal mit dieser Frühstücksszene von Peder Severin Krøyer oder mit Krøyer sommerlichem Gartenfest.

Das →Albertinum in Dresden eröffnet heute eine Ausstellung zu Paula Becker-Modersohn und Edvard Munch. In →Bremen beginnt ein zweijähriges Ausstellungsfest. Zu Paulas hundertfünfzigstem Geburtstag und 2027 zur Hundertjahrfeier des Paula Becker-Modersohn Museums. Die Dresdner Ausstellung wird im nächsten Jahr auch gezeigt werden. In diesem Blog wird Minna Hermine Paula Becker erwähnt in den Posts: Malweiber, Kunsthalle Bremen, die Bremer Rembrandts, 200 Jahre Bremer Kunstverein, Worpswede, Skagen, Hans am Ende, Marschendichter, Willi Vogel, Niedersachsenstein, Anna Feldhusen, Tante Aline, Heinrich Vogeler, Nordlichter, Malerinnen

Donnerstag, 5. Juni 2025

Malweiber

Als ich in dem Post Marie Krøyer das Wort Malweiber benutzte, zögerte ich einen Augenblick. Das Wort, das man heute ironisch für die ersten Malerinnen in der Kaiserzeit verwendet, war im 19. Jahrhundert nur ein Schimpfwort. Im Simplicissimus konnte man 1901 unter der Zeichnung Malweiber von Bruno Paul lesen: Sehen Sie, Fräulein, es giebt zwei Arten von Malerinnen: die einen möchten heiraten und die anderen haben auch kein Talent. Und auch Peder Severin Krøyers Satz Aah, diese Damen, diese Damen, die alle malen wollen – lasst mich frei sein – ich will auf keinen Fall Schülerinnen – fertig beschreibt die Abneigung gegen die Frauen, die malen wollen. 

Und bei Paula Becker-Modersohn klingt es nicht unbedingt positiv, wenn sie →1899 aus Worpswede ihren Eltern schreibt: Viel leichtes Gelichter, viel kleine Malweiblein haben ihren Einzug auf unserem Berg gehalten. Viele Malerinnen (auch Paula Becker-Modersohn) wollen nach Paris, wie die Frauen auf diesem Gemälde. 

Aber Paris ist für viele junge Frauen eine große Enttäuschung: 1890 kam ich nach Paris. Hier ging mir eine neue Welt auf. Die ersten Besuche im Louvre betäubten mich fast. Aber von den Schulen, die ich sah, war ich enttäuscht, dort gefiel mir nichts. Ich entschloß mich, allein zu arbeiten und Rat und Urteil nur im Kreise einiger junger gleichgesinnter Freunde, fast alles Dänen und Norweger, zu sehen zu suchen. Das sagt die Lübeckerin Marie Dorette Caroline Schorer, die sich in Paris Maria Slavona nennt. Sie kann sich nennen wie sie will. Wenn man solche Bilder malen kann, dann ist man ganz oben. Wer nicht nach Paris geht, und das sind viele Malweiber, begnügt sich mit den überall entstehenden kleinen Künstlerkolonien: FischerhudeNiddenDachau (als der Ort noch einen guten Namen hatte) oder Hiddensee

Die Künstlerkolonie Frauenchiemsee hat es in der Kunstgeschichte ja nicht geschafft, in einem Namen mit Worpswede genannt zu werden. Der große 599-seitige Katalog Künstlerkolonien in Europa vom Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg 1982, erwähnt die Maler vom Chiemsee überhaupt nicht. Den Katalog hat mir mein Freund Peter mal zu Weihnachten geschenkt, und ich habe ihn sehr genau gelesen. Es ist sicherlich eine kleine Ironie der Kunstgeschichte, dass die erste wissenschaftliche Studie zu den Chiemseemalern, Ruth Negendancks Künstlerlandschaft Chiemsee, im Jahre 2008 im Verlag Atelier im Bauernhaus in Fischerhude erschienen ist. Fischerhude liegt nicht am Chiemsee. Das liegt auf der Landkarte neben Worpswede und ist der Ort, wohin Otto Modersohn und andere gezogen waren, als ihnen Worpswede nicht mehr gefiel. Ich kenne mich da aus, die Schwester meiner Freundin Gudrun arbeitete da im Museum.

Doch die Malweiblein haben sich ihren Platz in der Gesellschaft erobert. Der Anteil der hauptberuflich tätigen Künstlerinnen steigt von 1895 bis 1925 von zehn auf zwanzig Prozent. Inzwischen gibt es Bücher wie Die Malweiber: Unerschrockene Künstlerinnen um 1900 und Ausstellungen wie Die Malweiber von Paris

Für manche endet die künstlerische Karriere mit der Ehe. Da ist das Leben der Matisse Schülerin Mathilde Vollmoeller, die den Maler Hans Purrmann heiratet, ähnlich wie das Leben von Marie Krøyer. Beide verkümmern als Malerin im Schatten ihres Mannes. Und die Kunstgeschichte hat beinahe hundert Jahre gebraucht, um sie neu zu entdecken. In dem Post Malerinnen habe ich geschrieben: Dieser Blog hat immer wieder Malerinnen vorgestellt, von denen manche nicht so bekannt waren. Das ist ja auch so eine geheime Maxime dieses Blogs, dass hier Dinge stehen, die woanders nicht stehen.

Viele der deutschen Malerinnen haben in den 1930er Jahren ein schweres Schicksal. Wie Lotte B. Prechner, die Deutschland verlassen muss. Oder Dora Bromberger (von der dieses Bild stammt), die 1942 in dem Vernichtungslager Maly Trostinez bei Minsk zusammen mit ihrer Schwester →Henny ermordet wird. Ihre Freundin, die Malerin Elisabeth Noltenius, schreibt 1944 in ihr →TagebuchBeim langsamen Zurückgehen unserer Truppen in Richtung Minsk gehen die Gedanken schwer zu den jüdischen Bremer Menschen, die in den nie zu vergessenden Novembertagen ausgewiesen wurden ins Ghetto nach Minsk. Wo sind heute die lieben Brombergers, die wir nicht vor dem grausigen Schicksal bewahren konnten, aus ihrem kleinen Haus ausgetrieben zu werden, trotz Besuch bei der Gestapo. Wie herzzerreißend diese wahrhaft große Haltung! Kein Wort der Anklage. Diese Rasse ist im Tragen und Dulden uns weit überlegen!

Elisabeth Noltenius hatte sich für Dora Bromberger starkgemacht und Bilder von ihr bei Ausstellungen in ihrem eigenen Haus gezeigt. Sie war bei der Gestapo vorstellig geworden, als sie hörte, dass Dora deportiert werden sollte. Sie konnte nur froh sein, dass die Gestapo ihr Haus nicht durchsuchte und ihr Tagebuch fand. Die Bremerin Dora Bromberger hatte in München und Paris studiert und war in den 1920er Jahren in Bremen recht berühmt. Nach 1933 kamen Berufs- und Ausstellungsverbot. Dieses wunderbare Bild mit dem Titel Vorfrühling habe ich einmal in einer Ausstellung gesehen, die Bremer Malerinnen gewidmet war. Ich war hin und weg von dem Bild, aber ich wusste nichts von der Malerin. 

Inzwischen besitze ich das Buch Die Brombergers: Schicksal einer Künstlerfamilie von Rolf Rübsam, das 1992 im Bremer Donat Verlag erschienen ist. Der Autor, der Lehrer an meinem Gymnasium war, hat für seine Verdienste zu Recht das →Bundesverdienstkreuz bekommen. Bremer Malerinnen gab es in diesem Blog schon mit Anna Feldhusen, Aline von Kapff und Elisabeth Steinecke. Ich glaube ich mache damit irgendwann mal weiter. 


Montag, 2. Juni 2025

Marie Ellenrieder

Die Konstanzer Malerin Marie Ellenrieder (die am 20. März 1791 geboren wurde) hatte ich schon in SILVAE, hatte aber vergessen, sie hier einzustellen. Sie gehört unbedingt in diesen Blog. Religiöse Kunst war eins ihrer Themen, die Altarbilder für die Kirche in Ichenheim von 1822 waren die ersten Bilder einer deutschen Malerin für eine katholische Kirche. Portraits der bürgerlichen Gesellschaft und des Adels war ein anderes Thema. Sie hatte als Miniaturmalerin begonnen, das kann man diesem Selbstportrait aus dem Jahre 1819 noch ansehen.

Sie wird 1813 als erste Frau an der Münchener Kunstakademie angenommen. Nicht, weil sie so gut malen kann; sie gilt als Sozialfall, sie ist beinahe gehörlos. Die Protektion des Generalvikars Ignaz Heinrich von Wessenberg hat dabei wohl auch eine Rolle gespielt. Ihre Kollegin Louise Seidler, die Ellenrieder in Rom kennenlernt, wird in ihrer Autobiographie dazu sagen: Mit der Aufnahme Maria Ellenrieders als Schülerin der Akademie zu München war übrigens ein Präcedenzfall geschaffen, der von guten Folgen war, mehr als Eine meines Geschlechts hat sich in der Isarstadt ausgebildet, und zwar weder zum Schaden der Kunst, noch zum Nachtheil der weiblichen Würde. Louise Seidler und Katharina von Predl, mit denen die Ellenrieder befreundet sein wird, werden die nächsten Frauen an der Münchener Akademie sein. Von den Aktkursen sind die Malerinnen allerdings ausgeschlossen.

1823 malt Marie Ellenrieder diese Maria mit dem Jesusknaben an der Hand, ein Bild, das als ihr malerisches Hauptwerk gilt. Da war sie in Rom gewesen und war von den Nazarenern beeinflusst worden. Wir mögen das heute scheußlich finden, aber in der Romantik fand man so etwas schön. So schrieb Ludwig Robert an seine Schwester Rahel Levin VarnhagenEs ist jetzt hier Kunstausstellung im Museum; einige gute Landschaften, sonst nichts von Bedeutung. Aber es befindet sich dabei das beste Bild, das (meinem innigen Gefühle nach) in neuester Zeit gemahlt worden ist; und dieses Bild ist – ja! – eine Madonna! und diese Madonna hat gemahlt – ja! – ein Frauenzimmer! Mamsell Maria Ellenrieder aus Constanz, von armen Ältern gebohren, von einem Münchner Professor unterrichtet: dann mit Fl 200! jährlicher Unterstützung vom hiesigen Hofe in Rom gewesen.…Berstedt hat 100 Carolin gebothen; aber die Künstlerin kann nicht darüber disponieren, weil sie es ihrem Vater geschenkt hat“.

Ludwig Robert war nicht der einzige, der derart begeistert war. 1827 wurde sie mit der neu geschaffenen goldenen Medaille Für Kunst und Gewerbfleis ausgezeichnet wurde. Großherzog Ludwig ernannte sie 1829 zur Badischen Hofmalerin mit einem jährlichen Ehrendsold von 300 Gulden. Angelika Kauffmann, mit der sie 1992 in Konstanz eine Ausstellung teilen wird, wurde in England reich und berühmt, Marie Ellenrieder gelang das in ihrem Heimatland. Sie hätte ein Vorbild für die Malweiber am Ende des 19. Jahrhunderts sein können, aber die werden sich nicht auf sie berufen.

Am besten ist sie mit ihren Selbstportraits, wie dem im ersten Absatz und im Absatz oben. Was sie nicht unbedingt kann, ist eine Gruppe wie diese, die den General Georg Heinrich Krieg von Hochfelden und seine Gattin zu Pferd zeigt. Das hätte der Berliner Franz Krüger, den man den Pferde-Krüger nennt, viel besser gekonnt. In einem Künstlerlexikon aus dem Jahr 1914 wird Marie Ellenrieder  als die bedeutendste Malerin Deutschlands in der ersten Hälfte des 19. Jahrhundert bezeichnet. Das ist sicherlich richtig, auch wenn ihr Ruhm heute ein wenig verblasst sit.

Der Amerikaner Jack Daulton, der eine erstaunliche Sammlung zum Symbolismus hat, besitzt auch zahlreiche Bilder von Marie Ellenrieder. Zu ihrem 150. Todestag erschien 2013 der Katalog Einfach himmlisch! Die Malerin Marie Ellenrieder 1791-1863, aus dem man hier einen Aufsatz von Edwin Fecker, der auch Ellenrieders Druckgraphik herausgegeben hat, lesen kann. Zwanzig Jahre früher war in Konstanz der Katalog "... und hat als Weib unglaubliches Talent" (Goethe). Angelika Kauffmann (1741-1807) - Marie Ellenrieder (1791-1863): Malerei und Graphik erschienen. Man hat sie in ihrem Heimatort Konstanz und in Karlsruhe, wo sie lange tätig war, bis heute nicht vergessen. In diesem Blog, in dem immer etwas aus der Vergangenheit ausgekramt wird, auch nicht.

Sonntag, 1. Juni 2025

beinahe vergessen

Mit diesem 1929 gemalten Bild, das Die Jazzsängerin heißt, sind wir im Jazz Age, den Roaring Twenties. Wir können das Bild auch unter dem Thema der Neuen Sachlichkeit rubrizieren; einem Begriff, den der Bremer Kunsthistoriker Gustav Friedrich Hartlaub mit seiner Mannheimer Ausstellung Neue Sachlichkeit: Deutsche Malerei seit dem Expressionismus geprägt hat. Ulrike Groos, die Direktorin des Kunstmuseums Stuttgart, hat zu dem Bild gesagt: Es stammt von Lotte B. Prechner, einer Jüdin, die von den Nazis als entartet eingestuft wurde. Das Bild war verpönt, weil es das Saxophon in den Vordergrund stellt, das auch deshalb als öbszön eingestuft wurde, weil es eine phallischen Form hat. Die Aufbruchstimmung der Weimarer Republik hielt Prechner 1929 in ihrem Gemälde ›Jazztänzerin‹ fest. Sie stellt den modernen, emanzipierten Frauentypus der 1920er Jahre dar, der, androgyn gekleidet mit Hut und langer Hose, an Marlene Dietrich er­innert und selbstbewusst zu Jazzmusik tanzt.

Die Malerin und Bildhauerin Lotte Bertha Prechner hatte ihre große Zeit in den zwanziger Jahren, sie war in vielen Ausstellungen vertreten. Vier Jahre nach dem Bild der Jazzsängerin hatte sie Berufsverbot, weil sie von einer jüdischen Mutter abstammte. Ihre Bilder, die in Kunsthallen hingen, wurden als entartete Kunst entfernt. Sie wandert mit ihrem Mann nach Brüssel aus. Sie wird nie mehr nach Deutschland zurückkehren, lebt in Brüssel und bei ihrer Tochter in Italien. Sie wird neunzig Jahre alt werden und bis ins hohe Alter künstlerisch tätig sein. 

Ihre Tochter wird dafür sorgen, dass die inzwischen vergessene Malerin nicht vergessen bleibt, sie vermacht den Nachlass dem LVR-Landesmuseum Bonn. Dieses Bild, das den Titel Epoche hat, hatte Prechner 1928 auf der Jahresausstellung des Jungen Rheinland gezeigt, in dem Künstlerbund war sie Mitglied gewesen. Kunsthistoriker bezeichnen es heute als ihr Hauptwerk. 1998 erschien das Buch Lotte B. Prechner 1877–1967. Monographie und Werkverzeichnis, und in vielen neueren Ausstellungen über die Kunst der Weimarer Republik, wie zum Beispiel 2019 bei 'Zu schön, um wahr zu sein' – Das Junge Rheinland, war sie mit Bildern vertreten.

Meistens mit der Jazztänzerin oder dem Bild Epoche, das heute der Friedrich Ebert Stiftung gehört. Weil diese Bilder so plakativ sind, auch noch nach hundert Jahren. Ihre ganzen sozialkritischen Bilder, die sie nach dem Ersten Weltkrieg malte (in dem sie eine der wenigen zugelassenen weiblichen Kriegsmalerinnen war) kann man nicht so plakativ präsentieren. .Ich habe mir gedacht, dass Lotte Prechner (hier 1924 von ihrem Freund Otto Dix portraitiert) an ihrem Geburtstag einen kleinen Post bekommen sollte. Zu dem Bild der Jazzsängerin gibt es hier eine Seite. Aber viel wichtiger ist die von Dr Annette Bußmann verfasste Seite bei FemBio. Die kann man nur zur Lektüre empfehlen.  

 

Sonntag, 25. Mai 2025

Marie Krøyer

Das ist die J. H. Rubens Weberei in Frederiksberg, der Deutsche Wilhelm August Eduard Max Triepcke ist hier Direktor. Seine Tochter Marie Martha Mathilde wächst zusammen mit ihren beiden Brüdern im bürgerlichen Wohlstand auf. Sie will Malerin werden, aber die dänischen Kunsthochschulen lassen noch keine Frauen zu. Das Geld des Vaters erlaubt es der Sechzehnjährigen, privaten Unterricht bei Carl Thomsen und Kristian Zahrtmann zu nehmen. 

1885 gründete Marie gemeinsam mit der Malerin Agnes Slott-Møller in Kopenhagen Den lille Malerskole. Der berühmte Peder Severin Krøyer hält da Gastvorträge, was er nur ungern tut: Aah, diese Damen, diese Damen, die alle malen wollen – lasst mich frei sein – ich will auf keinen Fall Schülerinnen – fertig. Die Malweiber haben es nicht leicht in dieser Zeit. Marie kämpft für die Sache der Frauen, aber sie wird immer wieder von der Unsicherheit geplagt: Manchmal denke ich, die ganze Mühe ist vergeblich, wir haben viel zu viel zu bewältigen … was hat es schon für einen Sinn, wenn ich male, ich werde nie, nie etwas wirklich Großes erreichen … Ich möchte an unsere Sache glauben, auch wenn es manchmal furchtbar schwer sein mag.

Die junge →Marie Triepke (hier ein Selbstportrait) verlobt sich im Frühjahr1888 mit Robert Hirschsprung, dem Sohn des reichen Tabakfabrikanten →Heinrich Hirschsprung, der dabei ist, mit seiner Frau Pauline eine große private Kunstsammlung aufzubauen. Das wäre eine gute Partie gewesen, aber schon nach wenigen Monaten trennen sich Marie und Robert. Die Hirschsprungs (hier auf einem →Gemälde von P.S. Krøyer) nehmen ihr die Sache nicht übel: Marie wird der Familie, die auch ein Mäzen von Peder Severin Krøyer ist, immer freundschaftlich verbunden bleiben. Vor zwei Jahren hat die Sammlung Hirschsprung eine →Sonderausstellung für Marie Krøyer gemacht. 

Marie wird Krøyer, den sie schon an der lille Malerskole kennengelernt hatte, in Paris wieder begegnen. Da studiert sie bei Gustave CourtoisAlfred Philippe Roll und Puvis de Chavannes Malerei. Und steht (oder besser sitzt) Krøyer Modell für das Bild En Duet. Sie ist zwanzig und gilt als die schönste Frau Dänemarks. Es kommt, wie es kommen muss, im Juli 1889 heiratet Krøyer die schöne Marie. Übrigens in Augsburg, wohin ihre Eltern gezogen waren, weil ihr Vater seine Stellung bei der J. H. Rubens Weberei in Frederiksberg verloren hatte.
Ihre Hochzeitsreise wird sie durch halb Europa führen. Sie sind ein von der Presse beobachtetes Glamourpaar, die schönste Frau Dänemarks und der berühmteste Maler des Landes. In die Künstlerkolonie Skagen passen sie nicht so recht, aber da werden sie 1891 landen. Marie hatte in Paris Anna Ancher kennengelernt, die ihre beste Freundin wird. Krøyer wird die beiden malen, wenn sie in der heure bleue am Südstrand von Skagen spazierengehen. Das Bild ist ja zu einer Art Ikone geworden. Millionenfach auf Postkarten verbreitet (die Kunsthalle Kiel besitzt übrigens auch eins dieser Strandbilder mit diesem Licht der blauen Stunde von Peder Severin Krøyer). Marie ist  die rechte von den beiden Frauengestalten auf dem Bild (das ich schon hundertfach als Postkarte verschickt habe), Anna hat den Hut abgenommen und geht nahe am Meer.

Marie ist jetzt Krøyers Muse geworden, er malt sie immer wieder. Dieses Bild hat er 1890 in Amalfi während der Hochzeitsreise gemalt. Sie malt jetzt kaum noch. Es kriselt in der Ehe der beiden, das Glück ist nicht von Dauer. Die Sommer in Skagen sind die schönste Zeit in ihrem Leben. Marie bewundert ihre Freundin Anna Ancher, die auch mit einem Maler verheiratet ist, aber ganz ihren eigenen malerischen Weg gefunden hat.

In den Sommern in Skagen sah ihr Leben vielleicht noch so aus wie auf diesem Jugendbild, das ihre Kollegin Bertha Wegmann 1885 gemalt hat. Die Hirschsprung Sammlung hat das Bild gerade für drei Millionen Kronen erworben. Noch nie wurde für das Bild einer dänischen Malerin soviel Geld gezahlt. Es wird bei dem Preis auch eine Rolle gespielt haben, dass Marie Krøyer auf dem Bild ist. Die Hirschsprung Sammlung besitzt neben dem Skagener Museum die größte Anzahl der Bilder von Peder Severin Krøyer und Marie Krøyer.

P.S.Krøyer ist jetzt ständig in ärztlicher Behandlung. Marie schreibt an C.F. Dahlerup in Skagen: Armer Søren! Er ist sehr, sehr krank, er leidet an Melancholie und hat dauernd Halluzinationen, besonders nachts. Er glaubt, man wolle ihn festhalten ... und er wurde in eine Kopenhagener Klinik eingewiesen. Man weiß nicht genau, woran er erkrankt ist. Es kann die manisch-depressive Psychose sein, die er von seiner Mutter geerbt haben kann. Es kann aber auch die Syphilis sein, man pumpt ihn auf jeden Fall mit Quecksilber voll, damals das Mittel der Wahl. Er wird beinahe auf dem linken Auge blind werden. Aber er malt weiter.

Er vollendet noch sein großes Bild über das Johannisfeuer am Strand von Skagen. Marie ist auch auf dem Bild, sie ist die weißgekleidete Frau, die sich im Hintergrund an ein Boot lehnt. Aber der Mann links neben ihr ist nicht ihr Ehemann. Sie können das hier noch größer sehen. Das ist ihr neuer Lebensgefährte, das ist die Pikanterie an diesem Bild.

Der Mann neben ihr ist der schwedische Komponist Hugo Alfvén. Den hatte sie auf einer Reise nach Sizilien kennengelernt, die sie ohne ihren kranken Mann machte. Sie verliebte sich in ihn und wollte ihn unbedingt heiraten. Obgleich sie wusste, dass er sie von Anfang an betrog, aber sie wollte, dass ihre Kinder einen Vater haben. Sie wird für ihn als Architektin 1910 den Landsitz →Alfvénsgården erschaffen. Sie wird noch einige Achtungserfolge als Malerin und Innenarchitektin haben, indem sie die Wohnungen ihrer reichen schwedischen Freunde mit Möbeln und Tapeten im englischen Arts & Crafts Stil ausstattet.  

Man weiß nicht genau, wieviele Gemälde von ihr erhalten sind, man schätzt, dass es zwanzig sind. Das letzte wird wohl der Markt in einer französischen Stadt sein. Es gibt wenig Bilder von Marie im Internet. Das Bild mit der Pergola in Ravello aus dem Jahre 1890 taucht mehrfach auf. Viel schöner finde ich dieses kleine Bild mit der Wäscheleine, das im Skagen Museum hängt. Es ist irgendwann zwischen 1891 und 1894 gemalt, zu der Zeit, als Marie die Malerei aufgibt, als sie mit ihrer Tochter Vibeke schwanger ist. 

Man hatte Marie Krøyer beinahe vergessen, aber seit der Hirschsprung Ausstellung 2023, die auch nach Skagen wanderte, hat sich das geändert. Der Skagener Ausstellungskatalog wird bei ebay für 499,99 Euro angeboten. Gerade ist bei der Yale University Press das Buch Women Artists in Denmark 1880-1910: In Search of the Modern erschienen. Der deutsche Wikipedia Artikel zu Marie taugt überhaupt nichts, der englische Artikel ist viel, viel besser. Wenn Sie mehr über ihr Leben wissen wollen, dann schauen Sie sich den Film Balladen om Marie Krøyer an, den Bille August 2012 gedreht hat. Schöne Bilder, mit einer Schauspielerin (Birgitte Hjort Sørensen), die schon beinahe die schöne Marie Krøyer ist.


Marie Krøyer ist heute vor fünfundachtzig Jahren in Stockholm gestorben, da dachte ich mir, ich schreibe mal einen kleinen Post über die Künstlerin. Es ist nicht das erste Mal, dass sie in diesem Blog ist. Schauen Sie doch einmal in: NordlichterEufemiaMichael AncherFrühstückSkagen