Donnerstag, 23. Juli 2026

die Übersetzerin Eva Rechel-Mertens

Was unseren Klassenlehrer damals dazu bewog, mit uns von Mainz aus einen Ausflug nach Germersheim zu machen, weiß ich bis heute nicht. Es waren Semesterferien, die Hörsäle der Hochschule in der ehemaligen Seyssel Kaserne waren leer. Es gab viel Grün um die Bauten, und es war landschaftlich schön. Aber warum waren wir hier? Heute weiß ich, dass in Germersheim die größte Ausbildungsstätte weltweit für Dolmetscher und Übersetzer ist. Begründet 1947 als Staatliche Dolmetscherhochschule für die französischen Besatzer, die kein Deutsch sprachen. Und die Beamten des Landes, die kein Französisch konnten. Wurde 1949 als Auslands- und Dolmetscherinstitut in die Johannes Gutenberg Universität Mainz eingegliedert und ist heute der Fachbereich Translations-, Sprach- und Kulturwissenschaft (FTSK).

Auch wenn ich vor über sechzig Jahren davon nichts wusste, in meinem Berufsleben wusste ich wohl, was in Germersheim passierte. Studenten, die davon träumten, Übersetzer zu werden, empfahl ich den Wechsel des Studienorts. Sie waren in Germersheim besser aufgehoben als bei uns. Übersetzer und Übersetzungen haben in diesem Blog einen großen Platz. Wenn Sie den Post Übersetzer anklicken, der von dem Übersetzer Curt Meyer-Clason handelt, finden Sie da einen Vielzahl von Links (es sind beinahe hundert), die zu Posts führen, in denen von Übersetzungen die Rede ist. Und diese Posts werden auch gelesen, der Post Anna Karenina: Übersetzungen ist über fünftausendmal gelesen worden. 

Ich schreibe das hier heute mit dieser Uhr am Arm. Es ist eine Tissot T12 aus dem Jahre 1970 mit einem Armband der Firma Gay Frères. Die Firma ist der bedeutendste Hersteller von qualitativ hochwertigen Uhrarmbändern gewesen, Patek-Philippe, die IWC und Zenith kauften dort ihre Bänder. Und das originale Band der Eterna KonTiki kam auch von Gay Frères. Mit der Uhr auf diesem Photo wollte Tissot betonen, dass diese T12 etwas ganz Besonderes war, und deshalb spendierte man ihr ein Band von Gay Frères. Diese Armbänder sind für Sammler teuer geworden, das Armband dieser Uhr kostet bei ebay schon 300 Euro. Ohne Uhr. Alles, was ebay anbietet, muss neuerdings übersetzt werden. Überall arbeitet im Hintergrund die KI mit ihren hanebüchenen Computerübersetzungen. Ich habe schon in den  Posts wie Gartenkarre und pfanni denglish (und man könnte auch den Post Bräutigam dazu nehmen) auf die fürchterlichen Ergebnisse von Computerübersetzungen bei ebay hingewiesen. Und deshalb ist diese Tissot T12 (die mal 120 Meter wasserdicht war) heute hier. Weil die ebay Computerübersetzung das Gay Frères mit schwule Brüder übersetzt. Und deshalb brauchen wir Germersheim, weil dort richtige Übersetzer ausgebildet werden, die niemals solchen Quatsch produzieren würden.

Wenn Sie nicht wissen, was das UeLEX hier bedeutet, dann kann es dafür schnell eine Aufklärung geben. Das Germersheimer Übersetzerlexikon UeLEX ist ein frei zugängliches, kontinuierlich wachsendes interdisziplinäres Online-Referenzwerk, das seit 2015 existiert und seit 2022 in konzeptionell und technisch überarbeiteter Form zur Verfügung steht, sagt das Online Lexikon über sich selbst.

Lexika zur Literatur, zur Literaturgeschichte und Literaturwissenschaft gibt es genug. Aber ein Lexikon der Übersetzer hat es noch nie gegeben. Das Photo zeigt die beiden Herausgeber des Germersheimer ÜbersetzerlexikonsAleksey Tashinskiy (links) und   Andreas F. Kelletat, mit ihrer Mitarbeiterin Julija Boguna. Die hat den Artikel zu Casimir Ulrich Boehlendorff geschrieben, der hier im Blog schon in den Posts Boehlendorff und nur einmal im Netz vorkommt. Der Artikel zu dem Freund Hölderlins ist allerdings noch ein Rumpfartikel.

Aber es gibt auch sehr lange und ausführliche Artikel, in denen all das steht, was man bisher im Netz nicht finden konnte. Zum Beispiel der Artikel über die Proust Übersetzerin Eva Rechel-Mertens von Anja van de Pol-Tegge. Die Frau, die À la recherche du temps perdu für Suhrkamp in fünf Jahren für fünfhundert Mark im Monat übersetzte, ist in meinem Blog immer wieder erwähnt worden, am detailliertesten wohl in dem Post Eine Liebe von Swann. Seit ich einen Computer besitze, habe ich versucht, ein Bild der Übersetzerin im Internet zu finden, es gab keins. Erst das UeLEX präsentiert uns ein Photo.

Es gibt inzwischen noch ein zweites Photo im Netz. Das findet sich in dem ganz hervorragenden Artikel Die Hohe Schule der Eva Rechel-Mertens von  der Übersetzerin Petra Bös, die auch in Germersheim studiert hat. Erstaunlicherweise taucht in ihrem Artikel der Name Nora Bruegmann nicht auf, bei Anja van de Pol-Tegge im UeLEX schon. Denn diesen Namen kann man nicht auslassen, weil Nora Bruegmann 2015 ihre Dissertation mit dem Titel Auf der Suche nach Welt: Eva Rechel-Mertens’ Proust-Übersetzung im Suhrkamp Verlag (1953-2002) an der Vanderbilt University vorgelegt hat. Die Doktorarbeit ist im Internet als Volltext zugänglich.

Rudolf Schottlaender, der erste →Übersetzer Prousts, der 1926 Der Weg zu Swann in zwei Bänden veröffentlichte, hat im UeLEX bisher nur einen Rumpfartikel. Das wird sich sicherlich noch ändern. Seine Übersetzung ist damals von Ernst Robert Curtius, dem Doktorvater von Rechel-Mertens, in beleidigender Form verrissen worden. Jahre später hat Schottlaender, inzwischen Ordinarius für Klassische Philologie, über dessen Antigone Übersetzung kein Kritiker ein böses Wort sagte, über Curtius geschrieben: Es fällt mir nicht ein, an der Lebensleistung Ernst Robert Curtius', insbesondere an seinem Verdienst um Proust, zu mäkeln. Nur daß eben auch er gelegentlich zum bösartigen Fachidioten werden konnte, scheint mir durch sein Vorgehen gegen meine Proust-Übersetzung erwiesen.

Die beiden deutschen Philologen Curtius und Schottlaender konnten unterschiedlicher nicht sein. Curtius tritt 1938 in die NSDAP ein, schreibt aber schon 1932 in seinem Buch Deutscher Geist in Gefahr die schlimmen Sätze: Aber die Schuld trifft nicht nur Deutsche und Deutschstämmige allein, sie trifft ebenso sehr unsere Juden, von denen leider gesagt werden muß, daß sie zum überwiegenden Teile und in maßgebender Betätigung der Skepsis und der Destruktion zugeschworen sind. Diese Juden sind von der Idee des Judentums selbst abgefallene Juden... Sie sind aber auch nicht bereit, sich dem Christentum, dem Humanismus oder dem Deutschtum zu öffnen und es aufzunehmen. Es bleibt ihnen also nur die Negation in ihren zwei Formen: Destruktion und Zynismus. Dagegen müssen wir uns wehren, weil Destruktion in einer so zerklüfteten Nation wie der deutschen zehnfach gefährlich ist. Der Jude Schottlaender überlebt das Dritte Reich nur, weil er mit einer nicht-jüdischen Frau verheiratet ist und es ein Gesetz über privilegierte Mischehen gibt.

Der Mediävist Curtius schreibt 1948 das große Buch Europäische Literatur und lateinisches Mittelalter und will damit vergessen lassen, was vorher war. Ähnlich reagiert sein NSDAP Parteigenosse Hugo Friedrich, der gleichzeitig sein magnum opus Montaigne veröffentlicht (dazu mehr in dem Post Montaigne en allemand). Aber Hugo Friedrich musste sich 1946 auch von dem zur Emigration gezwungenen Leo Spitzer sagen lassen: Sie können nicht ernsthaft glauben, daß die Zusammenarbeit mit Baal die Substanz des Menschen nicht anfresse. Das Leiden, das eine fortwährende Selbstreinigung mit sich hätte bringen müssen, wäre ja so stark gewesen, daß Sie hätten den Verstand verlieren müssen. Das ist es ja gerade, was uns Emigranten so unverständlich ist! Wie die Menschen in Deutschland nicht den Verstand verloren haben ... Besonders kann ich mir Übung der Geisteswissenschaften nicht vorstellen, wenn die Grundlagen des menschlichen Geistes nicht mehr bestehen. 

Die deutschen Proust Übersetzer haben sehr unterschiedliche Biographien. Schottlaender promovierte 1923 in Heidelberg mit einer Arbeit über die Nikomachische Ethik des Aristoteles. Er war noch nie in Frankreich gewesen, hatte aber einen guten Französischlehrer gehabt: Trotz Franzosenhaß wurde Französisch nach alter Tradition in unserer Schule früh und ausgiebig gelehrt. Eva Rechel-Mertens hatte Romanistik studiert, sie war fünfundfünfzig, als sie bei Suhrkamp eingestellt wurde. Da konnte sie auf eine Übersetzertätigkeit zurückblicken, die bis in die zwanziger Jahre zurückreichte. Und vielleicht hatte ihr Doktorvater sie damals schon in Gedanken als Übersetzerin der Recherche auserkoren und wandte sich deshalb voller Hass gegen den Konkurrenten Schottlaender.

Michael Kleeberg war vierzig, als er Prousts Combray übersetzte (nach Werbung des Verlags der einzig wahre Proust). Da hatte er schon viele Texte aus dem Französischen und Englischen übersetzt, ein halbes Dutzend Romane geschrieben und zwölf Jahre in Frankreich gelebt. Bernd-Jürgen Fischer war siebzig als der erste Band seiner Übersetzung bei Reclam erschien. Er war dreizehn Jahre Dozent in der Germanistik, bevor er freier Autor wurde. Michael Kleeberg ist der einzige der Proust Übersetzer, der keinen Doktortitel hat. Vielleicht lieben ihn die Kritiker deshalb nicht.

Was über die deutschen Proust Übersetzer hier in Kurzform steht, kann man bei Nathalie Mälzer in ihrem Buch Proust oder ähnlich: Proust Übersetzen in Deutschland genauer lesen. Oder in dem zweiteiligen Forschungsbericht Proust übersetzen (I) und Proust übersetzen (Teil II) von Dietrich Leder im Netz. Der Nachlass von Eva Rechel-Mertens, den Petra Bös in ihrem Artikel bespricht, befindet sich heute im Deutschen Literaturarchiv in Marbach.

Ich war achtzehn, als ich Proust zu lesen begann. Ein Jahr später war ich schon beim vierten Band. Das können Sie meiner Leseliste entnehmen, die in dem Post perlegi abgedruckt ist. Mein Proust war damals natürlich der Proust von Eva Rechel-Mertens. Das reichte mir fürs Leben; ich fand es überflüssig, dass der Suhrkamp Verlag andere (wie zum Beispiel Luzius Keller) zur Überarbeitung des Textes heranzog, um das dann als die großes Ereignis zu feiern. Manche Kritiker fanden das eher eine Verschlimmbesserung. Rudolf Schottlaenders Der Weg zu Swann habe ich mit Gewinn gelesen. Man kann die Erstausgabe antiquarisch noch preiswert bekommen, aber es gibt inzwischen auch einen noch preiswerteren Nachdruck. Eine Lesefreude ist das nach hundert Jahren noch immer.
 

Donnerstag, 9. Juli 2026

Geburtstagsgruß für eine Jugendliebe

Als ich Wiederholungen geschrieben hatte, sagte mir ein Freund, dass ich mich sehr weit vorgewagt hätte mit der Offenlegung von Gefühlen. Aber tue ich das nicht immer, wenn ich über Frauen schreibe? Wir waren ja so verklemmt damals, wir konnten uns unsere wahren Gefühle nicht so einfach mitteilen, sagte mir meine Jugendfreundin Ute letztens am Telephon. Jetzt im Alter können wir alles sagen. Und dann fügte sie hinzu: Du warst immer in meine kleine Schwester verliebt. Ich war baff. Wie kam sie darauf? Nein, ich war nicht wirklich in ihre kleine Schwester verliebt, aber ich fand sie sehr sexy. Eine kleine Brigitte Bardot mit roten Haaren und Stupsnase, die die ganze Schule bewunderte. 


Wir redeten damals viel, aber wir fanden nicht die richtigen Worte. Es ist nicht leicht, das Zauberwort zu finden, so dass die Welt zu singen anhebt. Ich redete damals sehr viel, aber ich wusste nicht, was ich wollte. Da war ich wie Jean-Louis Trintignant in dem Film Ma Nuit chez Maud, zu dem Françoise Fabian sagt: J 'aime bien les gens qui savent ce qu'ils veulent. Liebe war etwas Neues, auf das wir nicht vorbereitet waren. Wenn wir uns auch nicht alles im Gespräch sagen konnten, hatten wir doch eine Form der Kommunikation der Gefühle. Wir schrieben uns Briefe. Heute schreibe ich das alles ins Netz, auch diesen Geburtstagsgruß für die Ute, die zwischen den Zeilen immer in diesem Blog war. Die manchmal auch in den Geschichten von der schönen Buchhändlerin auftaucht. Der Schluss von Chorprobe ist eine wahre Geschichte aus ihrem Leben.

Als ich in dem Telephongespräch die Ingrid erwähnte, sagte Ute: Kam die vor mir oder nach mir? Das fand ich nun sehr witzig, Frauen zählen offenbar mit. Im Gegensatz zu der Kleinstadtprinzessin Ingrid hat Ute mir letztens ein neues Photo geschickt. Irgendwo am Strand, Nordsee oder Ostsee. Sie und ihre drei Schwestern. Kriegsjahrgänge 1939-1944 stand dabei. Ihre roten Haare waren dem Grau gewichen. Aber sie war schön wie immer. Die Stents am Herzen und die kaputte Wirbelsäule, die sieht man nicht. Sie wirkt zehn Jahre jünger als sie ist, forever young

Als es mit unserer Jugendliebe zu Ende ging, schickte sie mir aus Thiais bei Paris, wo sie als au pair arbeitete, einen kleinen Zettel auf dem stand: Die Liebe bricht in einem Herzen nur zerbrechliche Dinge; und bricht sie alles darin, so war alles darin zerbrechlich. Den Zettel habe ich immer noch. Den Lieblingsteddy ihrer Kindheit, den sie mir schenkte, habe ich auch noch. Wir sind Freunde geblieben, ein Leben lang. Konnten uns unsere wahren Gefühle mitteilen, weil wir nicht mehr so verklemmt waren wie damals. L'âge ne vous protège pas des dangers de l'amour. Mais l'amour, dans une certaine mesure, vous protège des dangers de l'âge, hat Jeanne Moreau gesagt. Utes Geburtstag im Juli vergesse ich nie, und deshalb habe ich heute neben diesem etwas unkonventionellen Happy Birthday Gruß auch noch ein schönes kleines Gedicht von Walter Helmut Fritz für sie:

Nein, ich vergesse es nicht, 
man muß eine Geschichte erleben, 
ehe man sie erfindet. 
Was wirst du tragen? 
Einen weißen Rock, 
eine schwarze Bluse. 
Der Tag ist neu, 
als habe es noch keinen gegeben  
Die Zeit beginnt jetzt. 
Ich werde auf dich zurennen.  
Der Morgenwind ist in Eile, 
die Gewässer sind unterwegs.

Dienstag, 19. Mai 2026

unerwünschte Geschenke


Dies ist das einzige Bild, das Marilyn Monroe und John F. Kennedy am 19. Mai 1962 zusammen zeigt. Ihr Designerkleid mit den 2.500 aufgenähten Glitzersteinchen war so eng, dass sie keinen BH darunter tragen konnte. Man hatte es ihr auf den Körper genäht. Sie ist sechsunddreißig Jahre alt, sie ist stolz auf ihren Körper. Den BH hat sie schon in vielen Filmen weggelassen, bei denen das Kleid nicht so eng war. Wenn die Scheinwerfer bei der Geburtstagsgala sie bei ihrem Auftritt beleuchten, wird es aussehen, als ob das Kleid durchsichtig sei.

Es war die Geburtstagsgala für den Präsidenten John F. Kennedy im Madison Square Garden in New York, wo Marilyn mit diesem Kleid auftritt. Es ist ihr letzter öffentlicher Auftritt. Sie ist nicht die einzige Sängerin an diesem Abend. Da gibt es eine noch berühmtere  Frau, die allerdings ganz anders als sie gekleidet ist. Das ist natürlich Maria Callas, die L’amour est un oiseau rebelle que nul ne peut apprivoiser singen wird. Wo sich diese für alle Verliebten gefährliche Zeile si tu ne m’aimes pas, je t’aime findet.

Marilyn wird mit einiger Verspätung auftreten. Der mit den Kennedys verwandte Schauspieler Peter Lawford, der den Conferencier an diesem Abend gab, wird Marlyns Auftritt einige Male ankündigen, aber sie erscheint nie auf der Bühne. Das war kalkuliert, die Ankündigungen waren eine Art running gag. Doch wenn er sie zum Schluss als the late Marilyn Monroe ankündigt, dann ist sie da. Legt ihren weißen Hermelinmantel ab und singt Happy Birthday, Mr. President. Wenn Kennedy an das Mikrophon tritt, wird er sagen: I can now retire from politics after having had Happy Birthday sung to me in such a sweet, wholesome way.

So sehr Kennedy die Huldigung von Amerikas Sex Symbol Nummer 1 gefallen hatte, das zweite Geschenk, das sie für ihn hatte, gefiel ihm überhaupt nicht. Das war eine goldene Rolex, auf deren Boden JACK -- With love as always from MARILYN -- May 29th 1962 stand. Und dann war da noch ein kleines Gedicht in der Verpackung: 

Let lovers breathe their sighs 
And roses bloom and music sound
Let passion burn on lips and eyes 
And pleasures merry world go round 
Let golden sunshine flood the sky 
And let me love Or let me die!

Wenn es je eine Liebesaffaire zwischen Marilyn und JFK gab (si tu ne m’aimes pas, je t’aime), sie ist an diesem Abend zu Ende. Happy Birthday, Mr. President ist Marilyns Schwanengesang. Kennedy sagt einem Assistenten, er solle die Rolex entsorgen. Sie wird nach seinem Tod bei einer Auktion für 120.000 Dollar verkauft. Die goldene Omega, die ihm Grant Stockdale geschenkt hatte, und die er bei seiner Inauguration trug, brachte das Dreifache. Das Omega Museum hat sie gekauft. Das Glitzerkleid, das der Designer Jean Louis für Marilyn geschneidert hatte, brachte bei einer Auktion 4,8 Millionen Dollar. Jean Louis war schon lange in dem Geschäft, schöne Hollywoodstars noch schöner zu machen. 

Das schwarze Kleid, das Rita Hayworth in Gilda trug (Put The Blame On Mame, Boys), hatte ihn weltberühmt gemacht. Das brachte aber in einer Auktion so gut wie nichts, irgendwann tauchte das Kleid bei ebay auf. Das hätte dem hautengen weißen Kleid von Marilyn nicht passieren können. Und erst recht nicht diesem Kleid, das Marilyn in The Seven Year Itch trug. Wir erinnern uns an die Szene mit der U-Bahn, die von Jean-Jacques Beineix in seinem Film Diva für fünf Sekunden ironisch zitiert wird. Postmoderne Filme leben vom Zitieren. 

Das U Bahn Kleid von William Travilla aus dem Jahre 1955 brachte übrigens in einer Auktion eine Million Dollar mehr als das Glitzerkleid aus dem Jahre 1962, in das sich eine Frau namens Kim Kardashian mal für einen kurzen Auftritt hinein gehungert hatte. Das Museumsstück war hinterher beschädigt. Jahrelang hatte man das Kleid im Museum in Dunkelheit und gleichbleibender Temperatur aufbewahrt, und dann verleiht man es an diese furchtbare Schickimicki Tussi. Man fasst es nicht.

Das weiße Kleid hat es auch in ein Gedicht mit dem Titel Wasn’t It All Twinkly When We Sang Happy Birthday? geschafft. Die Dichterin Elisabeth Sennitt Clough hat dazu gesagt: I saw the picture of Marilyn that my tutor Sally Flint posted as a prompt, during the same week in which I read in the news that Marilyn’s “Happy Birthday” dress had sold for $4.8 million. I thought that taking on Marilyn’s voice in a poem would be a challenge in terms of originality; there are entire websites dedicated to Marilyn poems, so I chose to write from the perspective of the dress. 

Von nun an spricht das Kleid zu uns:

I hated the storage years,
each of my hand-stitched crystals
dulled by moths and cobwebs.
I craved Madison Square again,
the night they sewed you in
to my rib-chafing tightness,
my flesh-coloured brashness.
Under the lights, you shrugged
your fur from me with a shimmy
and the chainmail of my jewels
became your battle dress. At first
those at the back of the room
believed you were nude. At thirty-six,
they said you’d grown softer,
but the outlines of your silvery
bones glinted with a new sharpness.
I clasped you tight as a corset,
until your ribcage swelled
and your breath strained its way out:
your voice little more than a gasp
and a pant at first – so low,
like you were sharing a secret,
but those tones cut the night air
like a scythe. You were down
to your last few months. This stage
was our temple: you stomped
your feet to the beat of the drum
and backstage powerful men trembled.



Noch mehr Marilyn Monroe in diesem Blog in den Posts: Marilyn MonroeThe MisfitsJohn HustonMethod ActingDorothy ParkerJust head for that big star straight on

Sonntag, 17. Mai 2026

Angelica Domröse ✝

Die Schauspielerin Angelica Domröse ist im Alter von fünfundachtzig Jahren gestorben, sie war neben Jutta Hoffmann (die hier schon einen Post hat) sicherlich die berühmteste Schauspielerin der DDR. 1970 war sie in Wolfgang Luderers Effi Briest die Effi, sie ist in diesem Film, der sich sehr genau an Fontanes Text hält, eine bessere Effi als Ruth Leuwerik oder Hanna Schygulla. Noch berühmter wurde sie drei Jahre später als Paula in dem Film Die Legende von Paul und Paula, der zu einem Kultfilm wurde. Ihrer Autobiographie Ich fang mich selbst ein hat Angelica Domröse das Gedicht Trauriger Tag von Sarah Kirsch aus deren erstem Lyrikband Landaufenthalt vorangestellt; das sei ein Gedicht, das ihren Zustand am besten beschriebe:

Ich bin ein Tiger im Regen
Wasser scheitelt mir das Fell
Tropfen tropfen in die Augen

Ich schlurfe langsam, schleudre die Pfoten
Die Friedrichstraße entlang
Und bin im Regen abgebrannt

Ich hau mich durch Autos bei Rot
Geh ins Café um Magenbitter
Freß die Kapelle und schaukle fort

Ich brülle am Alex den Regen scharf
Das Hochhaus wird nass, verliert seinen Gürtel
(ich knurre: man tut was man kann)

Aber es regnet den siebten Tag
Da bin ich bös bis in die Wimpern

Ich fauche mir die Straße leer
Und setz mich unter ehrliche Möwen

Die sehen alle nach links in die Spree

Und wenn ich gewaltiger Tiger heule
Verstehn sie: ich meine es müsste hier
Noch andere Tiger geben.

Das stand hier ähnlich schon einmal, als ich Angelica Domröse 2021 zum achtzigsten Geburtstag gratulierte. Ich lasse das mal so stehen, habe aber noch den Film Die Legende von Paul und Paula für Sie. Den hat der MDR jetzt noch eine Woche hier in der Mediathek, ansonsten können Sie ihn immer hier sehen. So wollen wir sie im Gedächtnis behalten, mit dieser Rolle, die Ulrich Plenzdorf ihr auf den Leib geschrieben hat. Forever young, wie auf diesem Photo hier, das im Sommer 1974 gemacht wurde.  

Montag, 9. März 2026

Birthday Poem

Liebe Birte, das Gedicht da unten hat die KI von Google heute extra für Dich gedichtet, nachdem ich dem System gesagt habe, dass Du heute Geburtstag hast. Und dass Du in London lebst. Und ein wenig Frühling und gute Wünsche sollten auch noch in das Gedicht hinein. Ich finde, die KI hat das gut gemacht, ist zwar alles irgendwo geklaut, klingt aber nicht schlecht. Googles KI ist nett zu mir, seit sie im Oktober links oben auf Googles Suchseite stand. Und gleich über SILVAE sagte: Der Blog gilt als einer der niveauvollsten deutschsprachigen Kultur-Blogs.

As early spring begins to wake,
And sunshine dances for your sake,
The seventh day of March is here,
To bring you joy and birthday cheer.

Another year, another bright,
Step forward in the lovely light.
May love and laughter fill your day,
And guide you on your journeyed way
.

Lesen Sie auch: Geburtstagsfeier

Sonntag, 15. Februar 2026

Florinda Bolkan

Die brasilianische Schauspielerin Florinda Bolkan wird heute fünfundachtzig, da muss ich gratulieren. Sie ist inzwischen vielleicht ein wenig in Vergessenheit geraten, aber in den siebziger Jahren da gehörte die italienische Filmwelt ihr. Zuerst tauchte sie mit solchen Photos in →Magazinen auf, aber dann kriegte sich auch richtige Rollen im Film. Und bekam dreimal den David di Donatello als beste Schauspielerin. Der Film ✺Indagine su un cittadino al di sopra di ogni sospetto, in dem sie mitspielte (nackt in der Badewanne und später umgebracht) bekam einen Oscar als bester fremdsprachiger Film. Wenn Sie Florinda Bolkan kennenlernen wollen, dann schauen Sie sich doch mal eben diesen kurzen ✺Film an, dann kennen Sie sie. Sie singt da übrigens selbst. 

Wenn man zwischen den schönsten Männern der siebziger Jahre steht, dann hat man es geschafft. Auch wenn der Film (✺The Last Valley) ein furchtbarer Historienschinken war. 1968 war sie (wie auch Ringo Starr) in der erotischen Fantasykomödie ✺Candy zu sehen gewesen, ein Jahr später spielte sie in ✺Metti, una sera a cena (mit der Musik von Ennio Moricone) die Ehefrau von Jean-Louis Trintignant. Mit dem wird sie noch zweimal vor der Kamera stehen, 1969 in ✺Le voleur de crime und 1974 in Le mouton enragé.

Wirklich berühmt wurde die Stewardess der brasilianischen Fluggesellschaft Varig, die eigentlich mit der Schauspielerei nichts am Hut hatte, weil Luchino Visconti für sein Nazi Epos Die Verdammten (✺La caduta degli dei) haben wollte. Aber Florinda Soares Bulcão sah nun mal gut aus und sprach mehrere Fremdsprachen, da bietet sich ein Job als Filmstar an. Sie blieb in Italien. La caduta degli dei ist ein Film, den ich wirklich nicht mag. Irgendwie wirkt Florinda Bolkan als Geliebte von Helmut Berger in dem opulenten Ausstattungsfilm wie ein hübsches Möbelstück

Ihre besten Filme werden noch kommen. Sie schrieb Visconti nach den Dreharbeiten einen rührenden Brief: Wie schön es ist, danke zu sagen. Viele haben es verlernt, sich zu bedanken. Sie reden sich ein: Die Zeit ist knapp geworden und nüchtern. Sie machen nur noch ihre Pflicht. Gefühle gehören nicht dazu. Dabei wissen wir doch alle, wie wichtig ein Wort des Dankes und der Anerkennung ist. So stand es auf jeden Fall in der Münchner illustrierte Presse. In München kannte man Florinda Bolkan, weil ihre Halbschwester, das Model Sônia Ribeiro, 1972 Willy Bogner geheiratet hatte.

Sie war Visconti ewig dankbar, dass er ihr den Rücken gestärkt und ihr die Tür zur großen Welt geöffnet hatte: Passai in pochi mesi dalle notti folli nei locali trasgressivi della Roma dei primi anni ’70 – dove tutti mi corteggiavano e mi volevano – a cenare con Elsa Morante, Toscanini, Maria Callas. Luchino mi voleva bene come un padre ed io gli volevo bene come una figlia. Mi ha aperto lo sguardo sul mondo. Es war auch die Welt der Mode, die sich auf sie stürzte. Als Valentino seine erste Boutique in New York eröffnete, stand sie an seiner Seite.

Florinda Bolkan hat mehr als fünfzig Filme gedreht, vieles braucht man wirklich nicht zu sehen, Allein gegen die Mafia ganz bestimmt nicht. Und diesen Trash wie ✺A Lizard In A Woman's Skin (1971) oder Nonnen bis aufs Blut gequält (✺Flavia, la monaca musulmana (1974) auch nicht. Sie drehte zu viele Filme mit dem italienischen Meister des Horrorfilms Lucio Fulci. Aber zwischen vielem Zelluloidschrott gab es immer wieder kleine Perlen. 

Wie zum Beispiel der Film von Vittorio De Sica ✺Una breve vacanza (1973), in dem sie eine an TBC erkrankte Fabrikarbeiterin spielt, die zur Kur geschickt wird. Es ist ein stiller Film, in dem sie einmal zeigen kann, dass sie eine wirklich gute Schauspielerin ist. De Sica sagte ihr, als sie die Rolle bekam: I chose you because your eyes have known hunger. Sie hat ihm geantwortet: Those born in Ceará bring within themselves a strong and hard share of the real thing. Die Los Angeles Film Critics Association gab ihr für den Film verdientermaßen den Best Actress Preis.

Ein Jahr später war Florinda Bolkan in einem ganz anderen Film, der Das wilde Schaf (✺Le mouton enragé) hieß. Vielleicht spielte Romy Schneider da die Hauptrolle, aber man guckt den Film nur wegen der Nebenrollen. Wegen Jane Birkin und Florinda Bolkan. Und natürlich wegen Jean-Louis Trintignant. Der wirkt neben Florinda immer ziemlich klein. Das liegt daran, dass sie einen Meter fünfundsiebzig ist, und Trintignant eben viel kleiner ist, auch wenn das Internet behauptet, er sei 1,72 groß. In dieser Szene ist Florinda noch bekleidet, aber das bleibt nicht so, wie wir im nächsten Photo sehen können.

Ohnehin wird in dieser bösen Satire viel nackte Haut gezeigt: Schließlich geht es um Sex, Geld und Erfolg. Um diese Ingredienzen einer dekadenten Gesellschaft entspinnt sich eine herrlich bissige Geschichte, wie sie vielleicht nur das französische Kino der frühen Siebziger Jahre hervorbringen konnte, schreibt Dr Robert Lorenz auf seiner Seite. Das ist das Mindeste, was man über diesen wunderbaren kleinen Film von Michel Deville sagen kann.

Sie wird heute an ihrem Geburtstag wahrscheinlich nicht auf den Kissen mit ihrem Photo sitzen, wie hier im Jahre 1983, aber es geht ihr nicht schlecht, sie bewohnt eine Villa in einem Landgut. Wenn man überall lesen kann, dass Visconti sie entdeckt hat, dann ist das nur die halbe Wahrheit. Wahrscheinlich hat die Filmproduzentin Contessa Marina Cicogna, die die The New York Times einmal the most powerful woman in European cinema nannte, diese Entdeckung herbeigeführt. Mit ihr lebte Bolkan von 1967 bis 1982 zusammen. Die Trennung verlief im Streit, die Contessa war ihr zu autoritär und dominant geworden: Sento un grande dispiacere per una persona nei confronti della quale provo gratitudine, insieme al cinema abbiamo fatto un cammino cinematografico importante.

Florinda Bolkans neue Lebensgefährtin Anna Chigi ist eine Prinzessin, obgleich sie nichts auf diesen Titel gibt. Die beiden Frauen bewirtschaften ein Landgut in Bracciano, mit Pferdezucht und Gasthaus. Florinda kocht selbst. Alles dazu können Sie Florinda Bolkans Homepage entnehmen. Da gibt es auch eine Seite, mit der Sie ihr Geburtstagsgrüße schicken können. Mein Happy Birthday geht mit diesem Post in die Welt.
 

Mittwoch, 11. Februar 2026

Liebesleid

Dass Mia Farrow am 9. Februar einundachtzig wurde, habe ich nur dadurch erfahren, dass das Fernsehen ihr zu Ehren Hannah und ihre Schwestern sendete. Ein Film, der hier schon einmal wegen Michael Caine und Barbara Hershey erwähnt wird. Nicht wegen Mia Farrow, ich bin kein Farrow Fan. Ich war nur einmal ihretwegen im Kino, 1984 für Broadway Danny Rose. Da war sie vierzig und sah in ihren nuttigen Klamotten sehr gut aus. Da hatte sie nicht mehr den Kurzhaarschnitt, den ihr Vidal Sassoon verpasst hatte. Für The Great Gatsby bin ich 1974 nicht ins Kino gegangen. Ich liebe den Roman, man kann ihn nicht verfilmen, auch nicht mit Mia Farrow. Joseph Losey hätte sie Jahre zuvor gerne für The Go-Between gehabt, aber er konnte froh sein, dass er Julie Christie hatte. Mia hätte den Film ruiniert. Ich mag Mia Farrow wie gesagt nicht sehr. Sie hat hier schon den Post Beware of young girls, da kommt sie nicht besonders gut weg.

Mit Woody Allen war sie zwölf Jahre verheiratet, aber ihren ersten Ehemann Frank Sinatra hat sie ihr ganzes Leben lang geliebt. Die Klatschpresse vermutet, dass auch ihr Sohn Ronan ein Kind von Frankieboy ist. Das Liebesleben von Mia Farrow ist vor dreißig Jahren schon als Love and Betrayal: The Mia Farrow Story als Film erschienen, Mia wurde da von Patsy Kensit gespielt.

Zum Thema Liebesleben muss ich heute noch eine andere Frau erwähnen. Weil sie heute Geburtstag hat. Wir müssen dafür nur ein paar Jahrhunderte zurückspringen. Es ist eine ganz andere Welt. Es kann uns immer ganz gut tun, aus unserer Zeit etwas zurückzugehen. In eine Welt, in der es keine sogenannten Social Media und keinen Donald Trump gibt. In der man noch auf die Sprache vertraut, die Schönheit der Worte und Gedanken. Wir sind in der Romantik, und die Frau, die heute Geburtstag hat, heißt Karoline Friederike Louise Maximiliane von Günderrode. Sie schreibt Liebesgedichte wie dieses:

Liebe

O reiche Armut! Gebend, seliges Empfangen!
In Zagheit Mut! In Freiheit doch gefangen.
In Stummheit Sprache,
Schüchtern bei Tage,
Siegend mit zaghaftem Bangen.

Lebendiger Tod, im Einen sel’ges Leben
Schwelgend in Not, im Widerstand ergeben,
Genießend schmachten,
Nie satt betrachten

Leben im Traum und doppelt Leben.

Ich habe das Gedicht hier von Imogen Kogge gelesen, sie liest es sehr schön. Aber so viele Liebesbriefe und Liebesgedichte die Günderrode schreibt (die schöne Seite der deutschen Liebeslyrik präsentiert achtzehn Gedichte, aber es sind mehr), sie findet keinen Mann. Der, den sie liebt, der sie heiraten wollte, kneift im letzten Augenblick. In ihrem Gedicht Überall Liebe spricht sie schon vom Selbstmord: Soll mutig ich zum Schattenreiche gehn? Um andre Freuden, andre Götter flehn, Nach neuen Wonnen bei den Toten fragen? Sie wird das wahrmachen, alls diese grande amour für sie zu Ende ist, sticht sie sich am Rheinufer einen Dolch in die Brust. Wenn man das weiß, wird man das Gedicht Überall Liebe anders lesen:

Kann ich im Herzen heiße Wünsche tragen?
Dabei des Lebens Blütenkränze sehn,
Und unbekränzt daran vorübergehn,
Und muß ich trauernd nicht in mir verzagen?

Soll frevelnd ich dem liebsten Wunsch entsagen?
Soll mutig ich zum Schattenreiche gehn?
Um andre Freuden, andre Götter flehn,
Nach neuen Wonnen bei den Toten fragen?

Ich stieg hinab, doch auch in Plutons Reichen,
Im Schoß der Nächte, brennt der Liebe Glut,
Daß sehnend Schatten sich zu Schatten neigen.

Verloren ist, wen Liebe nicht beglücket,
Und stieg er auch hinab zur styg'schen Flut,
Im Glanz der Himmel blieb er unentzücket.

Ich habe das Gedicht hier von Janina Sachau  vorgetragen. Die Gedichte der Günderrode sind vertont und gesungen worden. Wie von Wolfgang Rihm mit Das Rot. Sechs Gedichte der Karoline von Günderrodehier mit Ton. Ich habe das Werk auch von von Christoph Prégardien. gesungen. Man hat die Günderrode nie vergessen. Dichter haben über sie geschrieben: Bettina von Arnim schrieb den Briefroman Die Günderode, Hans Magnus .Enzensberger schrieb das Drehbuch für einen Film. Und alles andere, was Sie wissen möchten, das lesen Sie doch in dem Post die Günderrode, der hier vor Jahren auch an einem 11. Februar stand.