Sonntag, 25. Mai 2025
Marie Krøyer
Dienstag, 29. April 2025
Klassefrauen
Plötzlich färben sich die Klassefrauen,
weil es Mode ist, die Nägel rot !
Wenn es Mode wird, sie abzukauen
oder mit dem Hammer blauzuhauen,
tun sie's auch. und freuen sich halbtot.
Wenn es Mode wird, die Brust zu färben,
oder falls man die nicht hat, den Bauch . . .
Wenn es Mode wird, als Kind zu sterben
oder sich die Hände gelbzugerben,
bis sie Handschuhn ähneln, tun sie's auch.
Wenn es Mode wird, sich schwarzzuschmieren . . .
Wenn verrückte Gänse in Paris
sich die Haut wie Chinakrepp plissieren . . .
Wenn es Mode wird, auf allen Vieren
durch die Stadt zu kriechen, machen sie's.
Wenn es gälte, Volapük zu lernen
und die Nasenlöcher zuzunähn
und die Schädeldecke zu entfernen
und das Bein zu heben an Laternen,
morgen könnten wir's bei ihnen sehn.
Denn sie fliegen wie mit Engelsflügeln
immer auf den ersten besten Mist.
Selbst das Schienbein würden sie sich bügeln !
Und sie sind auf keine Art zu zügeln,
wenn sie hören, daß was Mode ist.
Wenn's doch Mode würde, zu verblöden !
Denn in dieser Hinsicht sind sie groß.
Wenn's doch Mode würde, diesen Kröten
jede Öffnung einzeln zuzulöten !
Denn dann wären wir sie endlich los.
regina della bellezza

Simonetta Cattaneo Vespucci war die schönste Frau von Florenz, Botticelli hat sie immer wieder gemalt. Vielleicht war auch sie seine Geliebte. Vielleicht war sie auch die Geliebte von Giuliano de’ Medici, der sie zu einem pompösen Turnier auf der Piazza Santa Croce am 29. Januar 1475 begleitete, das sein älterer Bruder Lorenzo de' Medici für ihn ausgerichtet hatte.

Dem Sieger des Turniers, an dem zweiundzwanzig italienische und ausländische Adlige teilnahmen, winkte eine von Botticelli gemalte Standarte, die Pallas Athene als Kriegerin zeigte, die Amor an einen Baum gefesselt hat. Das Bild ist leider nicht erhalten, wir nehmen mal diese von Botticelli gemalte Pallas Athene dafür. Ein Jahr später war die dreiundzwanzigjährige lungenkranke Schönheit Simonetta tot, sie starb in der Nacht vom 26. auf den 27. April 1476. Der Dichter Angelo Poliziano schrieb eine Elegie für sie:
Süß noch hauchte der Reiz ihr vom erblichenen Mund
Amor lauerte nah und warf, da keiner sich wahrte,
Von dem geschlossenen Aug' tausend Geschosse ins Volk.
Tausend Herzen bestrickt' er mit Schein des lächelnden Lebens,
Trotzend sprach er zum Tod: mein ist die Schöne noch jetzt.
Mein ist die Schöne noch jetzt, nicht hast du sie ganz mir entrissen,
Sieh, noch auf traurigem Schrein kämpft Simonetta für mich.
Sprach's und schluchzte, denn nun erkannte der Knabe, die Stunde
Sei für Triumphe nicht mehr, sei nur für Thränen bestimmt.

Ihre Beerdigung kam einem Staatsbegräbnis gleich: wer die Schöne lebend kannte, der wurde nicht nur zur Trauer, sondern mehr noch zur Bewunderung bewegt, daß sie den Liebreiz, der im Leben unvergleichlich schien, im Tode noch überbot, wer sie aber nie zuvor gesehen hatte, den faßte ein schmerzliches Bedauern, daß er eine solche Schönheit nicht früher gekannt hatte, ehe sie der Welt auf immer entrissen war, und daß er sie nur sehen durfte, um sie auf ewig zu beweinen, schrieb Lorenzo de' Medici.
Ihr platonischer oder wirklicher Geliebter Giuliano wurde auf den Tag genau zwei Jahre später bei der Pazzi Verschwörung ermordet. Die Geschichte von Simonetta und Giuliano, der sie eine regina della bellezza genannt hatte, hat der Dichter Angelo Poliziano in der →L’apparizione di Simonetta festgehalten, einem Teil des Gedichts Stanze per la giostra. Ich habe davon eine deutsche Übersetzung:
Doch reich bemalt mit Blumen, Blättern, Blüten,
Ihr Lockenhaar liegt wie ein Goldgeschmeid
Um eine Stirn, die Stolz und Demut hüten,
In Mienen fürstliche Gelassenheit,
Und doch gebeut ihr Blick der Stürme Wüten,
Der rauhe Forst umsteht sie sanft und lächelt,
Der sie, so zart er kann, bedient und fächelt.
In ihren Augen lacht ein heitres Blau,
Aus dem Cupido seine Pfeile sendet.
Die Lüfte werden lind um sie und lau
Wohin sie ihre Liebeslichter wendet,
Im Antlitz strahlt der Freude Himmelstau,
Lilien und Rosen sind darauf verschwendet,
Es schweigt der Windhauch, um ihr Wort zu hören,
Ihr Laut klingt wieder in der Vögel Chören.
Der hohen Pallas gleicht sie speergerüstet,
Thalien, wenn sie in die Saiten greift,
Wenn sie nach Köcherklang und Jagdlärm lüstet,
Scheint sie Diana, die den Forst durchstreift,
Ihr weicht der Hochmut, wie er sich auch brüstet,
Der Zorn muß nieder, wie er zankt und keift,
Ihr zum Geleit ist jede Huld und Wonne,
Die Schönheit zeigt auf sie als ihre Sonne.
Ihr sieht man Sittsamkeit zur Seite schweben,
Der kein verschlossnes Herz den Eingang wehrt,
Die Güte wandelt menschlich schön daneben,
Den holden Gang hat jene sie gelehrt.
Zu ihr kann Roheit nicht die Blicke heben,
Eh' sie in Reue ihren Fehl verkehrt,
Mit jedem Lächeln aus dem süßen Munde,
Mit jedem Wort schlägt Amor eine Wunde.
Sie hielt ein Kränzlein in den weißen Händen
Und saß so froh dort auf dem Rasengrün,
Was nur an Blüten Feld und Aue spenden,
Fügt sie dem Kranz mit lächelndem Bemüh'n,
So blumig wie ihr Kleid will sie's vollenden,
Als plötzlich nun Julian vor ihr erschien.
Sie stutzt, den Saum des Kleides faßt sie lose
Und rafft sich auf, die Blumenpracht im Schoße.
Schon wandte sich die Nymphe heimzugehen,
Langsam und zaudernd schritt sie durch das Gras
Und ließ den Jüngling dort in Qualen stehen,
Der all sein Trachten über ihr vergaß,
Doch kann der Aermste nicht sie scheiden sehen,
Weshalb er sie zu halten sich vermaß,
Indem er schüchtern an die Unbekannte
Mit Zittern sich und tief erglühend wandte:
»O wer du seist, erhabne Jungfrau, sprich,
Ob Nymphe, ob von göttlichem Geschlechte,
Am liebsten als Diana grüßt' ich dich,
Doch bist du sterblich, nenn' dich deinem Knechte.
Nicht irdisch ist dein Antlitz sicherlich,
Auch weiß ich nicht, nach welchem Gnadenrechte,
Durch welch' Verdienst, durch welcher Sterne Segnen
Ich wert war, solcher Schönheit zu begegnen.«
Die Nymphe wendet sich beim Klang der Worte,
Vom holdsten Lächeln ihr Gesicht erhellt,
Ein Berg wohl rückte, sie zu sehn, vom Orte,
Die Sonne stünde still am Himmelszelt,
Dann zwischen doppelter Rubinenpforte
Tönt eine Stimme, die den Marmor spellt,
So süß und sittig, so voll Huld und Güte,
Daß ein Sirenenherz in Lieb' erglühte:
»Ich bin nicht, was ich deinem Geist erscheine,
Mir ziemen Tempel nicht und Opferbrand,
In eurem Arnothal, im Gartenhaine
Etruriens fesselt mich das Eheband.
Die Wiege stand mir auf dem Felsgesteine,
Dem schroffen, an Liguriens rauhem Strand,
Wo mit erzürntem Prall und lautem Schäumen
Neptuns Geschwader sich vergeblich bäumen.
Hier lenk ich einsam oft den Schritt heraus,
Der Ort ist Simonettas Lieblingsstätte,
Hier ruhen die Gedanken gerne aus
Bei Blumenflor und grünem Rasenbette,
Die Luft ist rein und kurz der Weg nach Haus,
Und lieblich schlingt sich hier der Stunden Kette
Im Bäumeschatten, unter klaren Quellen,
Wo freundlich oft die Nymphen sich gesellen.
Auch komm' ich oft in müßiger Feierstunde,
Die uns dem häuslichen Geschäft entrückt,
In eurer Tempel feierliche Runde
Mit andern Fraun, nach Festesbrauch geschmückt.
Doch daß ich ganz dir geb' erbetne Kunde
Und jeden Zweifel löse, der dich drückt:
Staunst du, woher so zarte Schönheit stamme,
So wisse, Venus selbst war meine Amme.
Doch da die Sonne nun den Wagen neigt,
Und sich verlängern dieses Baumes Schatten,
Vorm Laut der Grille die Cikade schweigt,
Im Feld des rauhen Landmanns Mühn ermatten,
Und Rauch von jenen hohen Villen steigt,
Die Bäurin schon den Tisch bestellt dem Gatten,
Geziemt's, daß ich den Heimweg eilig finde,
Du kehre froh zu deinem Jagdgesinde. –«
Licht wird es rings in allen Himmelsräumen,
Denn heller glänzt ihr Aug' noch als zuvor,
Mit leichten Schritten, die noch leise säumen,
Durchwandelt sie voll Reiz den Wiesenflor.
Wie Klagelaute scholl's aus Busch und Bäumen,
Leis hob zu weinen an der Vögel Chor,
Das grüne Gras jedoch zu ihren Füßen
Wird rot und blau und gelb vom Tritt der Süßen.
Was thun, Julian? Ihn hält das scheue Bangen,
Sonst folgt' er seinem Sterne sehnsuchtheiß,
Da steht er wie ein Narr und ist gefangen,
In seinen Adern starrt das Blut zu Eis.
Er regt sich nicht und strebt doch voll Verlangen
Ihr nach, die nichts von seinen Qualen weiß,
Bewundert noch den Gang, den anmutreichen,
Das flatternde Gewand der Göttergleichen.
Ihm scheint's, das Herz im Busen wolle brechen,
Die Seele woll' ihm aus dem Leib entfliehn,
Und ungehemmt in heißen Thränenbächen,
Wie Reif am Strahl der Sonne, schmilzt er hin,
Fühlt schon im Herzen alle Liebesschwächen,
Die aus der Seele ihm das Mark entziehn,
Ihr möcht' er nach, doch beben alle Glieder,
Die Liebe spornt, die Scham umstrickt ihn wieder.
Wo sind, Julian, die Sprüche nun und Glossen,
Die oft der armen Liebenden Beschwer?
Blieb dir kein Spott für deines Grams Genossen?
Und macht die Jagd dir keine Freude mehr?
Jetzt hält ein Weib in ihrer Hand verschlossen
Dein Denken, Wollen, jegliches Begehr.
Du Aermster kannst's in deiner Seele lesen,
Was du jetzt bist, was du noch jüngst gewesen.
Vor kurzem folgtest du des Wildes Bahn,
Jetzt hat ein schönres Wild dich eingefangen.
Frei warst du und bist Amorn unterthan,
Warst ledig und du bist ins Netz gegangen.
Wo ist dein Herz? Wo deiner Freiheit Wahn?
Ein Weib und Amor sind's, die dich bezwangen,
Ach, keiner soll auf seine Stärke pochen,
Denn Kraft und Stolz kann Amor unterjochen.

Mit sechzehn Jahren wurde sie von ihren Eltern gezwungen, Marco Vespucci zu heiraten, einen Cousin des Seefahrers Amerigo Vespucci. Sie hat ihn wohl nie geliebt. Den Giuliano de' Medici wohl eher. Wirklich wissen wir nichts über die Romanze, es sei denn wir glauben der Geschichte, die uns Catherine Aurel in ihrer Schmonzette Bella Donna: Die Schöne von Florenz erzählt. Da sind wir besser beraten, das hundertzwanzig Jahre alte Buch →Die Stadt des Lebens: Schilderungen aus der Florentinischen Renaissance von Isolde Kurz zu lesen, die einen großen Teil ihres Lebens in Florenz verbrachte. Aus diesem Buch habe ich auch die deutsche Übersetzung von Polizianos Gedicht genommen. Interessant ist auch →KunstKrimi: Die nackte Wahrheit oder Sandro Botticellis Muse von Dr Donatella Chiancone-Schneider, das man zum Teil bei Google Books lesen kann.
Noch mehr Botticelli in den Posts: George Spencer Watson, Aby Warburg, Chloris eram, quae Flora vocor, Aktmalerei
Dienstag, 26. November 2024
Nebenfiguren
Samstag, 28. September 2024
BB zum 90. Geburtstag
Ich habe den Song noch in den Ohren:
Brigitte Bardot, Bardot Brigitte Bardot, bravo! Aucune fille au monde N’est aussi sympa que toiBrigitte Bardot wird heute neunzig, da sollte ein Post über die französische Darstellerin nicht fehlen. Den Film hier kennen Sie vielleicht nicht, es ist nicht der typische Bardot Film. Der Film, der BB und Dirk Bogarde vereinte, hieß ✺Doctor at Sea. Das war einer ihrer ersten Filme, bevor sie im nächsten Jahr mit … und immer lockt das Weib (Et Dieu créa la femme) weltweit bekannt wurde. Es war eine dieser liebenswert harmlosen Komödien, die die Engländer mit leichter Hand produzierten. Dirk Bogarde (der hier einen langen Post hat) hat in der Hälfte dieser Doktorfilme mitgespielt, er hätte wohl gerne etwas anderes gespielt als den Dr Simon Sparrow, aber er hatte diesen Vertrag mit Rank, aus dem er nicht herauskam. Wenn Sie eine Szene aus diesem Film (mit Mondlicht, aber ohne Mandolinen) sehen wollen, klicken Sie ✺dies an. Wenn Sie den ganzen Film sehen wollen, dann klicken Sie oben den Filmtitel an. Dies Bild ist aus der letzten Szene des Films. Es gibt ein happy ending, sie kriegen sich. Im wirklichen Leben nicht.
Den Schauspieler James Robertson Justice, der wohl die erstaunlichste Lebensgeschichte von allen englischen Filmschauspielern hat (und den wir aus Captain Horatio Hornblower und Moby-Dick kennen), wird Brigitte Bardot in dem Film Le Repos du Guerrier wiedertreffen. Ich musste die Platte mit der Filmmusik hier mal abbilden, ich habe sie nämlich noch immer. Habe ich in Paris gekauft, als ich diese schlimme Exi Phase mit französischen Philosophen, französischen Filmen und französischen Chansons hatte. Die Filmmusik ist von Michel Magne, der auch Lieder für Juliette Gréco geschrieben hat.
Den Komponisten der Filmusik von Doctor at Sea sollte ich auch erwähnen. Es ist ein gewisser Robert Bruce Montgomery. Krimifreunde kennen ihn unter dem Namen Edmund Crispin. Ich weiß nicht so recht, warum ich noch nie über meinen Lieblingsautor geschrieben habe. Irgendwann schreibe ich mal über ihn, bis dahin müssen Sie sich damit begnügen, das zu lesen, was in den Posts Inspector Lewis und Michael Innes steht.
Für diese Szene hinter dem Duschvorhang hatte man in den Pinewood Studios ein fleischfarbenes Trikot für Mlle Bardot vorgesehen. Sie hat es einmal anprobiert. Und duschte dann nackt. Zur Begeisterung aller Beteiligten im Studio. Only one character has been brought foreward [from Doctor in the House] Dr Simon Sparrow, again played by Dirk Bogarde, whose comedy touch gets more and more assured with every film... And for sheer enchantment there is little Brigitte Bardot the prettiest and sauciest girl the French have sent British Studios since Odile Versois, schrieb das Magazin Picturegoer. Und Brigitte Bardot, die nur ein einziges Wort Englisch konnte (und das war No!), sagte selbstironisch über den Film, dass er ihr conquête d'Angleterre gewesen sei.
Auf diesem Bild tanzt sie zwischen zwei Männern: Curd Jürgens, der seit dem Film Et Dieu… créa la femme (... und immer lockt das Weib) den Beinamen normannischer Kleiderschrank hat und Jean-Louis Trintignant. Der trägt ein hervorragend geschneidertes Tweedjackett, aber man merkt auch, dass er ziemlich klein ist.
Curd Jürgens ist natürlich viel größer. Er hat auch einen guten Schneider, aber die Bardot wird mit dem kleinen Jean-Louis eine Liebesaffäre haben. Das steht schon ausführlich in dem Post Jean-Louis Trintignant. Man konnte vor einem halben Jahrhundert den Eindruck haben, dass französische Filme nur deshalb gedreht wurden, um die Schneiderkunst zu demonstrieren, von der die Hauptdarsteller umhüllt wurden. Frauen waren dabei nur ein zusätzliches dekoratives Element. Wir werden nur einen Augenblick von den Beinen von BB abgelenkt, aber unser Blick fällt auf Jean Gabin, der die Szene in Mit den Waffen einer Frau beherrscht. Die nur mit einem Pelz bekleidete Bardot (1958 trug sie so etwas noch) hat hier eher den Charakter eines Möbelstücks.
Sie ist (und dies ist natürlich ein Filmphoto aus Et Dieu… créa la femme) als Sexsymbol vermarktet worden - und sie hat sich als Sexsymbol vermarkten lassen. Das Heyne Filmlexikon urteilte über den Film: Geiler Groschenroman, in dem sich BB gekonnt in Szene setzt. Wenn man sich dieses ✺Interview aus dem Jahre 1956 anschaut, dann sagt man unwillkürlich: Gott, ist die niedlich. Damals ist die Tochter eines reichen Industriellen zweiundzwanzig, wie eine erwachsene Frau wirkt sie nicht.
1956 ist das Jahr, in dem sie mit Roger Vadim als Regisseur ✺Et Dieu… créa la femme dreht, da war sie noch mit Vadim verheiratet. Aber sie verlässt ihn und lebt zwei Jahre mit Trintignant zusammen (was dessen Ehefrau Stéphane Audran nicht so gerne gesehen hat). Den Ruf von ... und immer lockt das Weib wird sie jetzt nicht mehr los. Im gleichen Jahr dreht sie einen Film, der ✺Das Gänseblümchen wird entblättert heißt.
Die französische Marianne (1968 von Bardot) verkörpert, knöpft sich jetzt - symbolisch gesprochen - das Mieder auf. Das musste kommen, hatte doch schon Delacroix die Freiheit mit nacktem Busen gemalt (eine Pose, die Caroline de Bendern 1968 bekleidet wiederholte). Jetzt muss im französischen Film aux seins nus sein, man wollte das nicht den Schweden und Ingmar Bergmans Das Schweigen überlassen. Und was BB kann, dass kann MM (Bild) schon lange. Michèle Mercier wird in den sechziger Jahren als Angélique berühmt werden. Und dann hätten wir da noch die Blondinen Mylène Demongeot und Mireille Darc (die hier einen viel gelesenen Post hat). Mireille Darc hat es geschafft, dass die Presse ihr Privatleben respektierte. Was Brigitte Bardot nicht hingekriegt hat. Oder auch gar nicht wollte.
Vielleicht war der Film ✺Vie privée von Louis Malle ein Stück Autobiographie, Ich habe nie wirklich gelebt. Ich konnte nie in ein Bistro gehen oder einkaufen. Nicht ein einziges Mal, seit ich im Kino gearbeitet habe, hat sie vor Tagen in einem Interview gesagt. Auf jeden Fall war es zum ersten Mal nach ✺La Vérité (1960), den arte vor Monaten zeigte, ein guter Film mit einem guten Regisseur. Der Film kommt schon in dem Post vor, der Gregor von Rezzori heißt, deshalb lasse ich den jetzt mal weg. Mit Louis Malle (und wieder mit Rezzori) wird sie auch ✺Viva Maria! drehen. An der Seite von Jeanne Moreau, die keinen Schmollmund, aber eine ganz andere Karriere hat. Weil sie eine richtige Schauspielerin und kein bloßes Sexsymbol war. Sie kommt hier in dem Post Fahrstuhl zum Schafott vor und hatte 2017 einen langen Nachruf.
Brigitte Bardot hat dann noch einen Film mit Godard gedreht. Habe ich damals gesehen, weil man ✺Godard sehen musste, die Nouvelle Vague war angesagt. Aber ich habe Godard nie wirklich gemocht (À bout de souffle und Alphaville ausgenommen), was man auch daran sieht, dass ich eine Vielzahl von Posts über das französische Kino geschrieben habe, ohne ihn jemals ausführlich zu behandeln. Ich fand den Film banal, der einzige Lichtblick war Jack Palance (hier am Lenkrad des roten Alfa Romeo). Für Godard Fans gibt es →hier eine Analyse des Films.
Der spanische Drehbuchautor und Regisseur Jose Luis Guarner hat über den Film gesagt: Conscious of Brigitte Bardot’s limitations, he [Godard] has avoided adapting the character of Camille to the personal legend of B.B. and has tried the opposite course, starting from the fact that it is B.B. who plays Camille… During the course of Le Mépris, we never forget that we are seeing B.B. and not Camille, but we soon grow accustomed to it: we accept her acting just as we accept that Palance “is” Prokosch and Lang “is” Lang”.
Der Text zu den Bildern ist aber wahrscheinlich sehr ironisch, vielleicht sind die Fragen der Bardot gar nicht an Michel Piccoli gerichtet, sondern richten sich an die amerikanischen Geldgeber: Tu les trouves jolies mes fesses? Et mes seins, tu les aimes ? Qu’est-ce que tu préfères : mes seins ou la pointe de mes seins? »« Alors, tu les as bien réclamées, tu les aimes mes fesses? Hein? Dis? On les voit assez, ça va?
Der Blondschopf da rechts in dem Alfa gehört ihr. Das ist das Ende von ✺Le Mépris, Brigitte Bardot stirbt (wie schon in Vie privée) den Filmtod. Vielleicht hätte sie jetzt aufhören sollen. Aber sie musste ja weiter Filme drehen. Zumeist belangloses Zeug. Wie zum Beispiel ✺Petroleum Miezen. Den Film ✺A Coeur Joi (Zwei Wochen im September) fand ich nett (aber harmlos), da war James Robertson Justice wieder dabei.
Brigitte Bardot hat in ihren Memoiren über James Robertson Justice gesagt, dass er ein wahrer Gentleman sei. Sie fand Gregor von Rezzori très sympa, aber er fand sie ein wenig doof (lesen Sie →hier unbedingt Bonjour, Gricha! Gregor von Rezzori über seine Dreharbeiten mit BB). Viel mehr als der Schmollmund und der Po war da wohl nicht. Aber Schönheit ist vergänglich, das sagen uns schon die Barockdichter. Die Bardot mochte diese älteren Männer wie Curd Jürgens, James Robertson Justice und Gregor von Rezzori. Vielleicht waren sie ein Ersatz für den Vater, der sie nur verprügelt hat und ihre jüngere Schwester mehr liebte als sie.
Wirklich gute Rollen, also diese Rollen, die Jeanne Moreau und Catherine Deneuve bekommen, erhält die Blondine nicht mehr. Sie hat Jahre nachdem Truffauts ✺La Sirène du Mississipi in die Kinos kam, behauptet, dass François Truffaut ihr die Rolle versprochen hätte, die Catherine Deneuve bekommen hatte. Je suis ravie que ce soit un tel bide, parce que c'est bien fait. On me l'a piqué d'une manière tellement ignoble. J'étais folle de rage, hat sie auch noch gesagt. Truffaut hat ihr die Rolle nie versprochen. Sie können in dem Post Waltz into Darkness (der auch gleichzeitig eine Einführung in die französische Herrenmode ist) alles dazu lesen.
Freitag, 30. August 2024
Die Prinzessin von Sansibar
Heute vor hundertachtzig Jahren wurde Salama bint Said, die man auch Sayyida Salme nannte, geboren. Sie war eine Prinzessin von Oman und Sansibar. Sie war schon 2010 in diesem Blog, aber weil Sie mich damals vielleicht noch nicht kannten, stelle ich den Post an ihrem Geburtstag heute noch einmal ein. Mit vielen Veränderungen, denn ich habe jetzt auch einen einstündigen Dokumentarfilm mit dem Titel ✺Die Prinzessin von Sansibar für Sie. Ich kenne die Geschichte der Prinzessin schon lange, weil sie im Leben von Gerhard Rohlfs, dem Namensgeber meines Gymnasiums, eine Rolle spielte. Es war eine Erzählung, die man nicht vergisst, die Geschichte von der schönen Prinzessin aus Sansibar, die den Hamburger Kaufmann Johann Heinrich Ruete liebt und mit ihm nach Deutschland flieht. Weil sie von einem Christen schwanger ist, dafür wird man in ihrer Welt noch gesteinigt. Könnte in dieser Welt heute wieder geschehen. M.M. Kaye, die mit The Far Pavillions (Palast der Winde) berühmt wurde, hatte die Geschichte der Sultanstochter schon in den Roman Trade Wind (Insel im Sturm) eingearbeitet, sie schreit ja auch geradezu danach, als Kitschroman recycelt zu werden.
Sayyida Salme war dieTochter des Sultans von Oman und Sansibar. Sie ist einem Sultanspalast aufgewachsen und hatte eine unbeschwerte Kindheit. Wie immer Sultanspaläste damals aussehen. Als ihr Vater stirbt, erbt sie viel; unter anderem einige Gewürznelkenplantagen, damit macht man auf Sansibar damals viel Geld. Zu ihrem Halbbruder, dem neuen Sultan, hat sie ein sehr gutes Verhältnis. Über die kleine Palastrevolution, in die sie verstrickt ist, wollen wir jetzt mal nicht reden. Der Hamburger Kaufmann Rudolph Heinrich Ruete vertritt (bevor er sich mit Ruete & Co. selbständig macht) die Firma Hansing & Co.. Die sind neben der Firma O'Swald die einzigen Deutschen auf Sansibar. Sie haben eine Faktorei, sind Reeder und betreiben Bankgeschäfte. Die O'Swalds hießen ursprünglich Oswalds, aber das ist dem Begründer der Dynastie nicht englisch genug, er nennt sich statt Wilhelm Oswald William O'Swald. Ich habe einmal vor Jahrzehnten in einem Hamburger Antiquariat ein Buch mit der Signatur eines O'Swald gekauft, weil mir diese Hamburgische Anglomanie so wunderbar bescheuert vorkam. Ein Nachfolger von Ruete im Dienst von Hansing & Co namens Justus Strandes wird zu den Gründern von Deutsch-Ostafrika gehören.Die eigenwillige →Sultanstochter (auf allen Photos eine schöne und elegante Frau), die aus Liebe zu dem jungen Hamburger Kaufmann zum Christentum übertritt, wird sie glücklich werden in dem kalten Hamburg? Es wäre schön, wenn es so wäre. Aber es kommt alles anders. Zuerst überlebt ihr erstes Kind die strapaziöse Reise nicht. Und dann stirbt ihr Mann, dem sie drei Kinder geboren hatte, im Jahre 1870. Er war von einer Pferdebahn in Uhlenhorst abgesprungen, gestolpert und unter die Bahn geraten. Starb eine Woche später, eins der ersten Opfer des öffentlichen Personennahverkehrs in Hamburg.
Eigentlich möchte sie zurück nach Sansibar. Sie schreibt Briefe über Briefe (die eines Tages als Briefe nach der Heimat erscheinen werden) an die Verwandten, legt auch Photos der Kinder bei. Sie möchte auch an ihr Erbe kommen, das sie nach islamischem Recht eigentlich mit dem Übertritt zum Christentum verloren hat. Aber aus Verpflichtung zu ihrem Mann möchte sie auch, dass ihre Kinder eine gute deutsche Erziehung bekommen. Sie wird Hamburg 1872 verlassen, nach Dresden gehen. Dann nach Rudolstadt, Berlin, Köln und wieder Berlin. Der deutsche Adel füttert die arabische Prinzessin durch. 1875 beginnt sie zu schreiben, 1886 erscheinen Die Memoiren einer arabischen Prinzessin, die ein beachtlicher Publikumserfolg werden. Vier Auflagen in selben Jahr. Da erfahren ihre Kinder auch zum ersten Mal, dass ihre Mutter eine Prinzessin ist.
Zu dem Zeitpunkt ist sie schon eine Schachfigur in Bismarcks Afrikapolitik geworden. Als Bismarck den Afrikaforscher Gerhard Rohlfs (Bild) zum Generalkonsul von Sansibar ernennt (nachdem er zuvor mit ihm in Friedrichsruh Heringshäppchen gegessen hat), schlägt er ihm vor, dass er Frau Ruete auf einem deutschen Kriegsschiff nach Sansibar mitnimmt. Damit sie ihre Ansprüche in Sansibar geltend macht. Doch so wenig Fertigkeiten Rohlfs in der Kunst der Diplomatie hat, das scheint ihm doch ein wenig zuviel des Guten. Er wird Frau Ruete nicht auf dem Kriegsschiff mitnehmen und wird selbst einen großen Teil der Reise auf einem englischen Postdampfer machen (auf Madeira hatte er den deutschen Kreuzer verlassen).
Dadurch brüskiert er natürlich Berlin und die kaiserliche Marine. Er nimmt sich der Sache von Emily Ruete an, tritt dabei aber in alle Fettnäpfchen, die so herumstehen. Den deutschen Kreuzer Gneisenau vor der Küste Sansibars Artillerieübungen veranstalten zu lassen, ist vielleicht nicht der richtige Weg für diplomatische Verhandlungen. Obgleich das eigentlich im Sinne Bismarcks sein müsste, der in einer Notiz geschrieben hatte: Frau Ruete ist für uns lediglich ein Anlaß zu Forderungen dem Sultan gegenüber. Für ihr Schicksal und ihre beaux yeux können wir die Reichsinteressen nicht einsetzen. Nötigt uns der Sultan durch sein sonstiges Verhalten zu militärischer Gewalt, so ist die deutsche Bürgerin Ruete mit ihren Rechten ein nützliches Argument, um Gewalt zu rechtfertigen. In Berlin bereitet man schon eine militärische Invasion Sansibars vor und schickt den Admiral von Knorr mit Kriegsschiffen vorbei. Als die deutsche Bürgerin Ruete mit einem Lloyd Dampfer in Sansibar ankommt, liegen da schon Ihrer Majestät Schiffe Stosch (Bild), Gneisenau, Elisabeth und Prinz Adalbert im Hafen.
Ich lasse jetzt mal alle diplomatischen Winkelzüge beiseite, letztlich wird aus dem Sansibarabenteuer nichts. Bismarck kneift vor den Engländern. Emily Ruetes Sansibarbesuch verläuft ergebnislos, ihr Bruder weigert sich, sie zu empfangen. Und Gerhard Rohlfs ist schon nach einem halben Jahr abberufen worden, da ist er ganz froh drüber, das ist nicht seine Welt. Die deutschen Faktoreien wie Hansing hatten sich beklagt, dass er ihre kolonialistischen Interessen nicht genügend vertrat. Stattdessen wollte der Idealist Rohlfs dem Sultan den Sklavenhandel verbieten. Da wird er sofort von Bismarck abgewatscht, Philantropismus liege außerhalb Ihrer Aufgaben und desgleichen die Beteiligung an der Anti-Sklaverei Politik der Engländer. Gerhard Rohlfs geht auch nicht auf die nötige feindliche Distanz zu dem englischen Generalkonsul, da er Sir John Kirk (der einst Livingstone begleitet hatte) von früher kennt und als Forscherkollegen schätzt. Überall auf der Welt stehen sich Deutsche und Engländer feindlich gegenüber, hier in Sansibar dinieren der deutsche und englische Generalkonsul wie Freunde miteinander.
Genau wie Kirk (hier im Bild) steht Rohlfs den Plänen von Dr Carl Peters (der den Beinamen Hänge-Peters bekommen wird) in Ostafrika negativ entgegen. Und ist auch naiv genug, das nach Berlin zu schreiben. So kann er sich nicht wundern, wenn er von seinen Berliner Feinden im schönsten Amtsdeutsch beschrieben wird als: Nicht von Haus aus Beamter und von daher mit jenem allen amtlichen Organisationsstrukturen gemäßen Schematismus nicht vertraut, der auch seiner Aufgabe zugrunde lag, nicht dazu zu bewegen, sich den Gepflogenheiten seines Amtes - und ebenso des Auswärtigen-Amtes - anzupassen, etwa die regelmäßige Berichterstattung strikt einzuhalten, kein geschulter Diplomat und damit innerhalb des exklusiven Diplomatischen Dienstes ein Fremdkörper. Klingt irgendwie sehr deutsch, dieses Todesurteil für idealistische Quereinsteiger, den Text könnte man bestimmt heute noch verwenden. Auch den Mediziner und weltberühmten Botaniker Sir John Kirk werden die Engländer im gleichen Jahr abberufen. Die Berliner Kongokonferenz hatte den Wettlauf um Afrika nur beschleunigt, jetzt werden in der Politik andere Menschen als Botaniker oder Afrikaforscher gesucht. Zwar steht das Verbot des Sklavenhandels in dem schönen Papier, auf das man sich einigt, aber niemand wird sich dafür interessieren, was König Leopold im Kongo macht. Außer Mark Twain, der →King Leopold's Soliloquy: A Defense of His Congo Rule schreibt.
Und obgleich sich Frau Ruete auch über ihn beklagt hat (sie beherrscht für die Durchsetzung ihrer Interessen ja alle Formen der Intrige, die Rohlfs fremd sind), wird Gerhard Rohlfs sich weiter für die Familie Ruete einsetzen. Besonders für ihren Sohn Rudolph (der noch ein deutscher Diplomat in Beirut wird), der für ihn eine Art Ersatzsohn ist. Er wird 1890, als Caprivis Sansibar Vertrag zwischen England und Deutschland perfekt ist, in der Kölnischen Zeitung einen langen Artikel schreiben, in dem er für ihre Ansprüche wirbt. Man sollte es kaum für möglich halten, daß einer deutschen Frau ein solches Unrecht geschehen konnte, schreibt er.
Emily Ruetes Autobiographie ist vor Jahren von der deutschen Ethnologieprofessorin Annegret Nippa unter dem Titel Leben im Sultanspalast: Emily Ruete geb. Prinzesssin Salme von Oman und Sansibar: Memoiren aus dem 19. Jahrhundert herausgegeben worden, sie war vom Markt verschwunden, ist aber wieder erhältlich. Die englische Ausgabe Memoirs of an Arabian Princess from Zanzibar ist dagegen leicht erhältlich (eine Ausgabe von 1907 kann man →hier lesen). Die ultimative, kommentierte Ausgabe ihrer Schriften (in englischer Sprache) ist An Arabian Princess Between Two Worlds: Memoirs, Letters Home, Sequels to the Memoirs, Syrian Customs and Usages herausgegeben von dem holländischen Orientalisten Emeri Johannes van Donzel. Ist allerdings mit 390 € etwas teuer. Man kann jedoch den größten Teil der hervorragenden Einleitung (die auch die beste Skizze ihres Lebens enthält) bei →Google Books lesen.
Die Briefe von Gerhard Rohlfs an die Familie Ruete liegen im Gerhard Rohlfs Archiv des Vegesacker Heimatmuseums im Schönebecker Schloss. Allerdings hat sich da seit den Tagen, da der Studienrat Dr Alwin Belger in den 1930er Jahren begonnen hatte, den gesamten Rohlfs Nachlass zu katalogisieren, editionsmäßig nicht so viel getan. Alwin Belger war der Lieblingslehrer meiner Mutter am Lyceum gewesen. Er hatte im Ersten Weltkrieg als Kriegsfreiwilliger ein Bein verloren, und er ist in den letzten Kriegstagen 1945 zufällig durch eine englische Granate neben dem Hotel Bellevue getötet worden. Nur wenige Meter entfernt von unserem Heimatmuseum in der Weserstraße, in dem er die letzten Jahrzehnte mit der Aufarbeitung des Gerhard Rohlfs Nachlasses verbracht hatte. Da hat Dr Belger gearbeitet, pflegte mein Opa zu sagen, wenn wir sonntags das Heimatmuseum betraten. Und dieser kleine Raum, vollgestopft mit all den Gerhard Rohlfs Reliquien, ist in meiner Erinnerung immer mit Dr Belger verbunden gewesen, dessen Arbeiten über den berühmten Sohn unserer Stadt nie zu einem Abschluss gekommen sind. Ich finde es schön, dass die Erinnerung an Emily Ruete durch einen Gelehrten wie Emeri Johannes van Donzel wachgehalten wird. Warum schreibt nicht endlich einmal jemand ein wirklich gutes Buch über Gerhard Rohlfs? Seit ich an einer Schule, die seinen Namen trägt (und die Wikipädie mich unter bekannte Schüler dieser Lehranstalt auflistet), Abitur gemacht habe, verfolgt mich der Mann. Ich habe alles gelesen, was über ihn erschienen ist, aber bis auf einen schmalen, sehr guten Band eines DDR Autors namens Wolfgang Genschorek aus dem Jahre 1982 kann man das alles vergessen.



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